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Hamburg & Schleswig-Holstein HSV-Führungsduo Boldt/Wettstein:Gestärkt aus Corona-Krise

Jonas Boldt, Sportvorstand des Hamburger SV, spricht auf einer Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten Hamburger SV. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

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Hamburg (dpa/lno) - Das neue Führungsduo Jonas Boldt und Frank Wettstein sieht Fußball-Zweitligist Hamburger SV trotz der Corona-Krise und des Wirbels um die Ablösung von Vorstandschef Bernd Hoffmann gut aufgestellt. "Ich erkenne beim HSV jede Menge Zusammenhalt. Und ich habe große Hoffnungen, dass wir gestärkt aus dieser Corona-Krise kommen werden", sagte Sportvorstand Boldt (38) am Donnerstag in einem auf der Club-Webseite veröffentlichten Doppel-Interview.

Wirtschaftlich steht der mit hohen Verbindlichkeiten belasteten Traditionsverein nach Aussage von Finanzvorstand Frank Wettstein (46) trotz der Unterbrechung des Spielbetriebs sehr gut da. "Mit den vorhandenen Liquiditätsreserven kommen wir durch die nächsten Monate, auch über den 30. Juni 2020 hinaus", meinte er.

Es werde an viele Szenarien gedacht, sagte Wettstein. "Bei dem von allen Proficlubs favorisierten gehen wir davon aus, dass in absehbarer Zeit wieder Fußball gespielt werden kann. Bis dahin gilt es natürlich, möglichst liquiditätsschonend zu agieren und nicht notwendige Bestellungen derzeit zu unterlassen."

Einen Abbruch der Saison mit einen erneut verpassten Aufstieg des HSV als Tabellendritter kann sich das Führungsduo nicht vorstellen. "Alle 36 Clubs haben sich einstimmig bekannt, die aktuelle Saison unbedingt fortzuführen, in einem fairen, integren Wettbewerb die Entscheidungen herbeizuführen", sagte Boldt.

Boldt und Wettstein äußerten sich erstmals seit der Trennung von Vorstandschef Hoffmann. Der Aufsichtsrat hatte sich am Samstag mehrheitlich gegen den 57-Jährigen ausgesprochen. Neuer Aufsichtsratschef ist seit Samstag HSV-Präsident Marcell Jansen.

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