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Hamburg & Schleswig-Holstein Händler wollen an verkaufsoffenem Sonntag festhalten

Ein Frau geht mit einer Einkaufstüte durch die Innenstadt von Hamburg. Foto: picture alliance / dpa/Symbolbild

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Der verkaufsoffene Sonntag am vergangenen Wochenende in Hamburg war eher ein mäßiger Erfolg. Trotzdem wollen die Händler ihre Türen am 8. November wieder für eine solche Einkaufstour öffnen. Eine andere Diskussion ist aus Sicht des City-Managements jedoch beendet.

Hamburg (dpa/lno) - Trotz großer Zurückhaltung der Kunden beim verkaufsoffenen Sonntag am vergangenen Wochenende will Hamburgs City-Management an den Plänen für die nächste Veranstaltung dieser Art am 8. November festhalten. Eine Umfrage habe ergeben, dass die Händler in der Corona-Krise auf jeden Fall jeden Tag wollen, den sie wirtschaftlich nutzen können, sagte Brigitte Engler vom City-Management der Deutschen Presse-Agentur. "Es geht um das Überleben." Das City Management repräsentiert eigenen Angaben zufolge mehr als 850 Unternehmen in der Hamburger Innenstadt und der HafenCity.

Steigende Infektionszahlen und Regen - den verkaufsoffenen Sonntag am vergangenen Wochenende wollten den Angaben zufolge nicht einmal 200 000 Menschen für einen Einkaufsbummel nutzen. An guten verkaufsoffenen Sonntagen sind es laut Engler rund 400 000. Im Hamburger Einzelhandel können die Läden jährlich an bis zu vier Sonntagen öffnen. Die Veranstaltung im April war wegen der Corona-Krise ausgefallen - der 25. Oktober sollte der Ersatz sein.

Sie gehe davon aus, dass am 8. November neben der Innenstadt und der HafenCity auch Geschäfte in den Bezirken mitmachen, sagte Engler. "Seit jeher hat der Sonntag im November für uns die höchste Bedeutung, weil die Menschen dann schon die ersten Weihnachtsgeschenke kaufen." Es sei immer mit Abstand der wirtschaftlich erfolgreichste Sonntag gewesen.

Eine Diskussion über Öffnungen an Adventssonntagen als Ausnahme in der Pandemie-Zeit werde das City Management nicht mehr führen. Man werde dieses Thema nicht noch einmal aufnehmen, sagte Engler. "Wir hatten das im April als Wunsch formuliert." Aber das sei in Hamburg undenkbar.

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