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Hamburg & Schleswig-Holstein Hamburg nimmt mehr als 200 Geflüchtete aus Griechenland auf

Andy Grote (SPD), Innensenator von Hamburg. Foto: Georg Wendt/dpa/Archivbild

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Hamburg (dpa/lno) - Hamburg wird 209 Geflüchtete aus griechischen Lagern aufnehmen. Gemessen an seiner Bevölkerungszahl nehme die Hansestadt damit von allen Bundesländern die meisten Schutzbedürftigen auf, teilte die Pressestelle der Stadt am Donnerstag mit. Lediglich das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen übernehme als einziges Land mit 419 Geflüchteten ein größeres Kontingent als Hamburg. Zuvor hatte die "Hamburger Morgenpost" berichtet.

Innensenator Andy Grote (SPD) begrüßte die Entscheidung: "Wichtiger als jede Debatte über Flüchtlingspolitik ist die reale Hilfe." Zuvor hatte der Senat bereits mehrmals die Aufnahmebereitschaft Hamburgs betont.

Michael Gwosdz, flüchtlingspolitischer Sprecher der grünen Bürgerschaftsfraktion, sprach sich dafür aus, noch mehr Geflüchtete aufzunehmen: "Es ist längst überfällig, dass Deutschland seiner Verantwortung nachkommt und sich bereiterklärt, Geflüchtete aus dem Lager Moria aufzunehmen. Wir können noch mehr. Hamburg ist nach wie vor bereit, mehr Menschen aufzunehmen, und dafür setzen wir uns ein."

Laut der Stadt Hamburg ist eine Reihe von Geflüchteten der griechischen Inseln bereits in Deutschland angekommen. Sie würden nun in einem Grenzdurchgangslager in Niedersachsen untergebracht und dann auf die Bundesländer verteilt. In Hamburg sollen voraussichtlich Mitte nächster Woche die ersten zwölf Flüchtlinge ankommen.

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