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Hamburg & Schleswig-Holstein Hamburg will bei zentraler Einheitsfeier Horizonte öffnen

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Hamburg übernimmt ab November die Bundesratspräsidentschaft und damit auch die Ausrichtung der zentralen Einheitsfeier im kommenden Jahr. Bürgermeister Peter Tschentscher freut sich auf die "ehrenvolle" Aufgabe und will in seiner Amtszeit "Horizonte öffnen".

Hamburg (dpa/lno) - Als Ausrichter der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit im kommenden Jahr will Hamburg sich von den Konzepten der vergangenen Jahre abheben. Die Stadt wolle sich beim Bürgerfest in der Innenstadt jünger, diverser und nachhaltiger präsentieren, hieß es am Dienstag bei der Vorstellung der ersten Planungen im Rathaus. "Hamburg ist eine internationale Metropole des Fortschritts und der Vielfalt", sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), der im November die Bundesratspräsidentschaft für ein Jahr übernimmt. "Diese Stärken wollen wir einbringen, um gemeinsam neue Horizonte zu öffnen."

"Horizonte öffnen" ist auch der Leitsatz für die Ratspräsidentschaft. Die Vielfalt, für die Hamburgs Stadtgesellschaft stehe, helfe, "einen guten Blick in die Zukunft zu werfen, Probleme anzugehen und sie zu lösen", sagte er.

Das Amt des Bundesratspräsidenten sei eine "sehr ehrenvolle, aber auch eine sehr wichtige Aufgabe", sagte Tschentscher. Gerade in Situationen, in denen es "knirscht", müsse das Vorsitzland zwischen unterschiedlichen Interessen vermitteln. "Ich freue mich auf diese Aufgabe, weil diese Funktion auch Gestaltungsoptionen beinhaltet."

Das Logo für die Feier greift den Leitsatz "Horizonte öffnen" mit fünf Kreisen auf, die sich in den Farben Schwarz, Rot, Gold und Blau an einer Horizontlinie spiegeln. "Alle anderen Logos der letzten 30 Jahre waren schwarz-rot-gold", sagte Tschentscher, der nach eigener Aussage an der Gestaltung mitgewirkt hat. Das Blau solle Zwischentöne zeigen, habe einen maritimen Anklang und stehe für Seriosität. Motto und Logo sollten "den Spirit ausdrücken, der uns in Hamburg ausmacht".

Erwartet werden zur Einheitsfeier in der Hansestadt den Angaben zufolge Hunderttausende Besucher aus ganz Deutschland. Der Tag der Deutsche Einheit soll mit einem ökumenischen Gottesdienst im Michel beginnen, der Festakt danach soll in der Elbphilharmonie stattfinden. An den Feierlichkeiten nehmen der Bundespräsident, die Präsidentin des Deutschen Bundestages, der Bundeskanzler, der Präsident des Bundesverfassungsgerichts sowie die Regierungschefinnen und -chefs der Länder teil.

Das Bürgerfest beginnt schon am 2. Oktober und soll nach bisherigen Planungen an der Alster sowie zwischen Hauptbahnhof, Rathaus und Gänsemarkt stattfinden. Neben der Ländermeile, auf der sich die 16 Bundesländer und die Verfassungsorgane präsentieren und für die die Mönckebergstraße angedacht ist, sollen auch Musikbühnen vor dem Rathaus und auf dem Gänsemarkt aufgebaut werden.

Auch beim Bürgerfest würden Lösungsansätze für die Herausforderungen der Zeit mit Vielfalt und Internationalität nachhaltig, interaktiv, digital und divers thematisiert, sagte Tschentscher.

Die Kosten für die Ausrichtung der Feier, die Hamburg zu tragen hat, beliefen sich auf einen "einstelligen Millionenbetrag", sagte Außen-Staatsrätin Almut Möller. Genauere Angaben seien aufgrund der aktuellen Preisentwicklungen noch nicht möglich.

Quelle: dpa

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