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Hamburg & Schleswig-Holstein Hamburg will bis zu 500 Flüchtlinge aus Moria aufnehmen

Andy Grote (SPD), Innen- und Sportsenator in Hamburg, mit Mundschutz. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

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Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs rot-grüner Senat hat der Bundesregierung die sofortige Aufnahme von bis zu 500 Flüchtlingen aus dem niedergebrannten Flüchtlingslager Moria angeboten. "Es ist eine europäische und deutsche Verantwortung, in dieser Situation für schnelle Hilfe zu sorgen. Insofern erwarten wir, dass eine größere Zahl von Menschen aufgenommen wird als zuletzt vom Bundesinnenminister angekündigt", sagte Innensenator Andy Grote (SPD) am Dienstag. Hamburg stehe bereit.

Ähnlich äußerte sich die Grünen-Fraktionsvorsitzende Jenny Jasberg per Twitter: "Das Leid und Elend in Moria braucht unser solidarisches Handeln jetzt!" Nach Angaben der Innenbehörde will die Hansestadt bis zu 500 schutzbedürftige Menschen aus dem Lager auf der griechischen Insel Lesbos aufnehmen, darunter auch 50 unbegleitete Minderjährige. Ein besonderes Augenmerk werde ebenso auf Familien, Kranke, alleinreisende Frauen und alte Menschen gerichtet.

Die Zusage an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gelte unabhängig von der bereits in der Vergangenheit getroffenen Vereinbarung zur Aufnahme von bis zu 150 Flüchtlingen - nämlich bis zu 50 unbegleitete Kinder und Jugendliche sowie begleitete minderjährige Geflüchtete, die besonders krank und behandlungsbedürftig sind, mit ihren Kernfamilien von bis zu 100 Personen. Die ersten davon seien bereits in Hamburg angekommen.

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