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Hamburg & Schleswig-Holstein Hamburger Tourismus leidet unter Corona: Branche alarmiert

Touristen flanieren auf der Hochwasserschutzanlage am Baumwall. Foto: Markus Scholz/dpa/Archiv

(Foto: Markus Scholz/dpa/Archiv)

Hamburg (dpa/lno) - Auch im August dieses Jahres kämpft die Hamburger Tourismusbranche mit den Auswirkungen der Corona-Krise. Die Zahl der Übernachtungen sank um etwa 36 Prozent auf 999 000 im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Nord am Donnerstag mitteilte. Im Juli hatte der Rückgang im Jahresvergleich noch 44 Prozent betragen.

Auch die Zahl der Gäste sank den Informationen zufolge im Vergleich zu 2019. Insgesamt 438 000 Gäste sind demnach im August 2020 in die Hansestadt gekommen - das ist ein Rückgang um mehr als 41 Prozent.

Normalerweise seien die Hotels der Hansestadt zu dieser Zeit zu rund 80 Prozent ausgelastet, sagte Franz J. Klein vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Hamburg (Dehoga) der Deutschen Presse-Agentur. Dass es in Zeiten von Corona nur etwas mehr als die Hälfte dessen ist, führt Klein zufolge bei den Unternehmen zu großen Problemen.

Vor allem Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland seien seltener geworden, so das Statistikamt. Ihre Zahl habe sich um ungefähr 64 Prozent auf 141 000 Nächte reduziert. Dazu trugen Reisebeschränkungen bei, aber ebenso fehlende Messen, Kongresse und kulturelle oder touristische Großereignisse. Solange sich das nicht ändere, blieben die Zahlen weiterhin dramatisch, so Klein.

Grundlage für die Erhebung des Statistikamt Nord war nach eigenen Informationen 416 geöffnete Beherbergungsstätten mit 69 740 angebotenen Betten. Die durchschnittliche Bettenbelegung betrug demnach etwa 45 Prozent.

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