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Hamburg & Schleswig-Holstein Hamburgs Schulden um 1,1 Milliarden Euro gestiegen

Zahlreiche Banknoten zu 10, 20 und 50 Euro liegen auf einem Tisch. Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration

(Foto: Monika Skolimowska/dpa/Illustration)

Wiesbaden/Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs Schulden sind wegen der Corona-Krise im ersten Halbjahr um 1,11 Milliarden Euro auf 34,8 Milliarden Euro gestiegen. Das entspreche im Vergleich zum 31. Dezember 2019 einem Zuwachs von 3,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Im Vergleich zum Stichtag 31. März betrage der Zuwachs 4,2 Prozent. Insgesamt sind die Schulden von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung bei Banken und Privatunternehmen auf einen Höchststand gestiegen und lagen zum Ende des ersten Halbjahres bei 2108,9 Milliarden Euro.

Der Anstieg sei "im Wesentlichen dadurch begründet, dass die öffentlichen Haushalte finanzielle Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise aufnahmen", erklärte das Bundesamt. Er betraf demnach bis auf die Sozialversicherung alle Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts.

Mit 13,7 Prozent auf 1351,5 Milliarden Euro stieg die Verschuldung des Bundes am meisten. Unter den Bundesländern war dies prozentual in Sachsen (plus 89,6 Prozent), Bayern (plus 30,6 Prozent) und Bremen (plus 20,4 Prozent) der Fall. Den größten absoluten Zuwachs verzeichnet die Statistik für Nordrhein-Westfalen (plus 17,0 Milliarden Euro), Bremen (plus 6,1 Milliarden Euro) und Niedersachsen (plus 4,1 Milliarden Euro). Überwiegend sei auch hier die Corona-Pandemie Ursache gewesen, erklärte das Bundesamt.

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