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Hamburg & Schleswig-Holstein Hausärzte bei Impfungen mit Astrazeneca zurückhaltend

Eine Ampulle des Corona-Impfstoffs des Pharmakonzerns Astrazeneca. Foto: Russell Cheyne/PA Wire/dpa/Symbolbild

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Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs Hausärzte sind angesichts der Skepsis ihrer Patienten gegenüber einer Corona-Impfung mit Astrazeneca bei der Bestellung des Impfstoffs "sehr zurückhaltend" geworden. "Dafür Patientinnen einzubestellen, ist mit viel Zeit am Telefon verbunden", sagte die Vorsitzende des Hausärzteverbands Hamburg, Jana Husemann, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Vor der Freigabe der Priorisierung habe sie in ihrer Praxis Stunden gebraucht, um 40 Termine zu vergeben.

"Jetzt merken wir ein verstärktes Interesse an Astrazeneca, vor allem von jüngeren Patient*innen." Hauptgrund sei die von der Politik versprochene Verkürzung der Zeit bis zur zweiten Impfung. "Da geht es vor allem darum, schnell die Einschränkungen loszuwerden oder in den Urlaub zu fahren", sagte Husemann. "Da damit auch eine verminderte Wirksamkeit verbunden ist, sehe ich das sehr kritisch."

Sie verabreiche weiterhin keinen Astrazeneca-Impfstoff an Menschen unter 60. Nur wenn es dazu keine Alternative gäbe, müsste man eine neue Risikobewertung vornehmen. "Da die Alternative aber ein anderer Impfstoff, sprich momentan Biontech, ist, bleiben wir dabei."

© dpa-infocom, dpa:210512-99-573059/2

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