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Hamburg & Schleswig-Holstein Historische Viermastbark "Peking" bekommt einen Motor

Blick auf die Viermastbark

(Foto: Georg Wendt/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Wind und Muskelkraft waren die einzigen Energiequellen für den Betrieb der Viermastbark "Peking" – mit einer Ausnahme: An Deck standen zwei Hilfsmotore, um das Laden und Löschen der über 60 Kilogramm schweren Salpeter-Säcke zu erleichtern und damit zugleich die Liegezeiten in Chile und Hamburg deutlich zu verkürzen, teilten die Freunde der Viermastbark "Peking" mit. Die Originalmotore sind in den 1930er Jahre in England abhandengekommen, als der "Hamborger Veermaster" dort als Schulschiff lag. Auf Initiative der "Peking"-Freunde ist es nun gelungen, einen baugleichen Motor zu finden und nach Hamburg zu holen.

Am Mittwoch wurde der sogenannte Gnom-Motor im Hafenmuseum vorgestellt. Nach der Restaurierung soll der Motor im kommenden Jahr an Deck der "Peking" eingebaut werden, um damit die früheren Ladevorgänge authentisch demonstrieren zu können. Möglich geworden war der Erhalt des historischen Motors durch einen Tausch: Ein Motorensammler in Bingen am Rhein war nicht zu einem Verkauf des 1906 gebauten Motors bereit, sondern nur zum Tausch mit einem anderen, für ihn wichtigen historischen Motor wie ihn der Wasserversorger Hamburg Wasser besitzt, der sich zur Abgabe bereit erklärte.

Die "Peking" wurde 1911 bei Blohm+Voss gebaut. Sie gehört zu den legendären "Flying P-Linern" der Reederei F. Laeisz, die für ihre Geschwindigkeit und ihre Sicherheit berühmt waren. Im Sommer 2020 kehrte das restaurierte Museumsschiff nach Hamburg zurück. Es soll einmal das Wahrzeichen des neuen Deutschen Hafenmuseums werden.

© dpa-infocom, dpa:211201-99-216222/2

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