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Hamburg & Schleswig-Holstein Holocaust-Gedenken in der Bürgerschaft

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Hamburg (dpa/lno) - 76 Jahre nach der Befreiung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz hat die Hamburgische Bürgerschaft der Opfer des Holocaust gedacht. Angesichts rechtsextremistischer und rassistischer Anschläge wie in Kassel, Halle und Hanau dürfe man "nicht die Augen verschließen vor einem Wiedererstarken von Rassismus und Antisemitismus in Deutschland", mahnte Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit am Mittwoch zu Beginn der Sitzung. Sie erinnerte daran, dass im vergangenen Herbst auch in Hamburg ein Student "und jüdischer Mitbürger unserer Stadt" auf dem Weg zur Synagoge Opfer eines brutalen Angriffs wurde.

"Diese Verbrechen kommen natürlich nicht aus dem Nichts. Sie haben einen Nährboden in unserer Gesellschaft gefunden", sagte Veit. Unsagbares werde mittlerweile unverhohlen gesagt "und damit gezielt versucht, das Klima in unserem Land zu vergiften". Dies dürfe nicht weiter zugelassen werden. "Rassistisches und antisemitisches Denken darf in keiner Gesellschaft akzeptiert oder gar geduldet werden."

Am 27. Januar 1945 hatten vorrückende Truppen der Roten Armee das deutsche Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit. Seit 2006 wird an diesem Tag auch international der Millionen Opfer des Holocaust gedacht.

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