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Hamburg & Schleswig-Holstein Hunderte demonstrieren in Hamburg gegen rechte Kundgebung

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Hamburg (dpa/lno) - Mehrere Hundert Menschen haben am Sonntag in Hamburg gegen eine laut Verfassungsschutz von Rechtsextremen organisierte Kundgebung demonstriert. Am Mittag zogen nach Polizeiangaben rund 750 Demonstranten vom Hauptbahnhof durch die Innenstadt zum Bahnhof Dammtor, wo sich mehrere Dutzend Personen zu der rechten Kundgebung "Michel, wach endlich auf" eingefunden hatten. Bundes- und Hamburger Polizei trennten die Lager mit großem Aufgebot. Auch zwei Wasserwerfer und ein Räumpanzer standen bereit.

Während die Demonstration durch die Stadt nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlief, kam es im Bahnhofsgebäude zu einem kurzen Handgemenge mit der Polizei, als Demonstranten versuchten, zu der rechten Kundgebung durchzubrechen.

Schon im vergangenen Jahr hatte es unter dem Motto "Merkel muss weg" mehrere rechte Kundgebungen in Hamburg gegeben, die jedes Mal von einem weit größeren Gegenprotest begleitet waren. Nachdem der Zulauf immer weiter abgenommen hatte, waren die Kundgebungen eingestellt worden. Nach Angaben des Verfassungsschutzes stehen hinter der "Michel"-Kundgebung dieselben Organisatoren. Sie seien "eindeutig der rechtsextremistischen Szene" zuzuordnen.

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