Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-Holstein Im Watt verschwundene Mutter und Kind vermutlich am Leben

dpa_Regio_Dummy_HamburgSchleswigHolstein.png

Wende im Fall der im Watt vor Brunsbüttel verschwundenen Mutter und ihres Sohnes: Die 41-Jährige stand laut Polizei vor Antritt einer Haftstrafe. Vor ihrem Verschwinden räumte sie Konten leer und verkaufte ihr Auto.

Brunsbüttel (dpa/lno) - Im Fall einer im Watt vor Brunsbüttel mit ihrem achtjährigen Sohn verschwundenen Frau gibt es offenbar eine Wende. Die Ermittler gehen mittlerweile von einem gezielten Verschwinden der Frau aus ihrem Lebensumfeld aus. Die 41-Jährige habe zuvor ihr Konto und das ihres Sohnes leergeräumt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Zudem habe sie beim Verschwinden am Sonntag ihre kompletten Ausweispapiere dabei gehabt. Ihren Wagen hatte sie bereits einige Tage zuvor verkauft.

Zudem hätte die Frau einen Tag nach ihrem Abtauchen eine Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten antreten müssen. Grund waren nach Polizeiangaben mehrere Betrugsdelikte. Außerdem meldete sich am Donnerstag ein Zeuge bei der Polizei. Er gab an, die Frau habe ihm vor einigen Tagen Sachen verkaufen wollen und dabei erwähnt, dass sie sich absetzen wolle.

Ein Selbstmord in der Elbe werde durch diese Fakten immer unwahrscheinlicher, teilten die Beamten weiter mit. Der Aufenthaltsort von Mutter und Sohn ist weiter unbekannt. Das Handy der Frau ist abgeschaltet.

Rettungskräfte hatten die großangelegte Suche auf der Elbe und an den Ufern im Watt vor Brunsbüttel am Dienstag eingestellt. Eine junge Frau hatte die Behörden am Sonntagabend eingeschaltet, weil die Frau und ihr Kind mit der Ankündigung eines Selbstmords über den Elbdeich in Richtung Wasser gegangen seien. Laut Feuerwehr handelte es sich dabei um eine 19 Jahre alte Tochter der Vermissten.

Newsticker