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Hamburg & Schleswig-Holstein Impfpflicht nur letztes Mittel im Gesundheitsbereich

Matthias Badenhop, Staatsekretär im schleswig-holsteinischen Gesundheitsministerium, steht im Landeshaus von Kiel. Foto: Carsten Rehder/dpa

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Kiel (dpa/lno) - Die schleswig-holsteinische Landesregierung ist gegen eine generelle Impfpflicht. "Die Impfung bleibt eine persönliche Entscheidung, ebenso wie die Entscheidung, mit den Risiken einer Erkrankung zu leben, wenn ein Impfangebot nicht wahrgenommen wurde", sagte Gesundheitsstaatssekretär Matthias Badenhop am Montag. Eine Impfpflicht sei als letztes Mittel nur in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen denkbar, wo besondere Verantwortung für die Gesundheit anderer getragen werde - sofern auf anderem Wege kein ausreichender Immunisierungsgrad erreicht werden könne.

"Individuelle Einschränkungen für Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, sind nicht der richtige Weg", sagte Badenhop. Im Umkehrschluss könne es aber auch keinen Lockdown, also Einschränkungen für alle mehr geben, wenn jeder die Chance gehabt habe, ein Impfangebot wahrzunehmen.

"Wir wollen Menschen mit Argumenten, niedrigschwelligen Impfangeboten wie an Bahnhöfen, Quartiersimpfungen oder anderen viel frequentierten Orten für die Impfung gewinnen", sagte Badenhop. Dazu werde auch mit Prominenten zusammengearbeitet, die für die Corona-Schutzimpfung werben.

© dpa-infocom, dpa:210726-99-542625/2

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