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Hamburg & Schleswig-Holstein Kassenärzte richten mehr Testcenter für Rückkehrer ein

Corona-Test wird bei einer Patientin durchgeführt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn/Symbolbild)

Mit dem Ende der Hamburger Ferien kommt eine Testpflicht für Heimkehrer aus Risikogebieten. Die Kassenärztliche Vereinigung weitet deshalb ihre Kapazitäten aus.

Hamburg (dpa/lno) - Mit zwei zusätzlichen Corona-Testzentren in Farmsen und Altona erhöht die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg ab sofort ihre Kapazitäten und entlastet die Haus- und Notfallärzte. Ein drittes Testzentrum könnte in naher Zukunft am Zentralen Busbahnhof ZOB und damit in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs eingerichtet werden, teilte Vorstandschef Walter Plassmann am Montag in der Hansestadt mit. Er appellierte an Reisende ohne Corona-Symptome, nicht den Hamburger Arztruf 116 117 zu nutzen, der mutmaßlich Erkrankten vorbehalten bleiben soll.

Reisende aus Risikogebieten im Aus- und Inland sind zu dem Corona-Test verpflichtet; für alle anderen Rückkehrer ist er freiwillig. Der Aufenthalt im Ausland muss durch ein Ticket, eine Hotelrechnung oder einen ähnlichen Beleg nachgewiesen werden. Ebenfalls kostenlos ist der Test für Schulangehörige, wenn die Corona-App anschlägt oder wenn eine Behörde den Test anordnet. Alle übrigen Hamburger müssen den Test selbst bezahlen.

Plassmann kritisierte die sehr kurzfristige Anordnung des Ministeriums und die niedrige Vergütung der Tests für niedergelassene Ärzte. Ein Betrag von 15 Euro sei nicht kostendeckend, doch seien die Ärzte zum Testen verpflichtet. Die Zahl der täglichen Tests in Hamburg schwankt stark zwischen 3000 und 6000, sei aber noch ausbaufähig, sagte Plassmann. Es lasse sich nicht seriös vorhersagen, wie sich die Zahl der Tests entwickeln werde. Testkapazitäten seien ausreichend vorhanden, doch könnten irgendwann die Reagenzien knapp werden.   

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