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Hamburg & Schleswig-Holstein Keine weiteren Corona-Lockerungen in Schleswig-Holstein

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) spricht bei einem Interview. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

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Schleswig-Holstein will nach dpa-Informationen seine Corona-Maßnahmen nicht lockern. Der Grund dafür überrascht kaum.

Kiel (dpa/lno) - Die schleswig-holsteinische Landesregierung will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur zunächst auf weitere Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen verzichten. Dies wäre eine Konsequenz aus den zuletzt wieder gestiegenen Corona-Infektionszahlen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) wollen heute Vormittag das weitere Vorgehen erläutern, wie die Ausbreitung des Coronavirus in Schleswig-Holstein weiter eingedämmt werden soll.

Hintergrund ist, dass die bisherige Landesverordnung mit Ende der Sommerferien an diesem Sonntag ausläuft. Die Verordnung beinhaltet eine Fülle von Hygiene- und Abstandsregeln sowie Kontaktbeschränkungen für das öffentliche Leben. Schulen, Universitäten, Freizeit- und Kultureinrichtungen sind ebenso betroffen wie Betriebe, Geschäfte, Gaststätten, Hotels, Veranstaltungen und Versammlungen.

In Schleswig-Holstein hatte sich die Zahl der offiziell erfassten Coronavirus-Infektionen innerhalb eines Tages um 27 Fälle auf 3494 erhöht (Stand Montagabend). Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen betrug demnach weiterhin 156.

Über die Rahmenbedingungen für den Start ins neue Schuljahr wird Bildungsministerin Karin Prien (CDU) ebenfalls heute auf einer eigenen Pressekonferenz informieren. Das Schuljahr startet am kommenden Montag. Es soll wieder weitgehend Präsenzunterricht geben, aber mit zahlreichen Hygieneauflagen und Corona-Schutzmaßnahmen.

Das Ministerium hatte bereits die "dringende Empfehlung" gegeben, in den ersten zwei Wochen in den Schulen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gelte auch während des Unterrichts. Die Jahrgangsstufen eins bis sechs sind vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgenommen. In einem Informationsschreiben wurden darauf hingewiesen. Als wichtigste Regel nennt das Ministerium, dass Kinder nicht in die Schule gehen dürfen, wenn sie krank sind oder auch nur leichte Grippesymptome zeigen.

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