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Hamburg & Schleswig-Holstein Kieler Minister begrüßt Abschaffung der EEG-Umlage

Tobias Goldschmidt (Bündnis90/Die Grünen), Umweltminister in Schleswig-Holstein.

(Foto: Frank Molter/dpa)

Kiel (dpa/lno) - Die Abschaffung der EEG-Umlage darf aus Sicht des schleswig-holsteinischen Umweltministers Tobias Goldschmidt nur ein erster Schritt hin zu fairen und sozial gerechten Energiepreisen sein. "Was jetzt folgen muss, ist eine Reform der Umlagen und Abgaben, welche die Nutzung von Ökostrom auch im Verkehr und beim Heizen noch attraktiver macht und den nötigen Anreiz zur effizienten Nutzung von Energie gibt", sagte der Grünen-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Abschaffung der Umlage sei aber zunächst eine gute Nachricht für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für den Klimaschutz, sagte der Umwelt- und Energieminister. "Ich habe mich sehr für diesen Schritt eingesetzt, denn die EEG-Umlage stand der Nutzung von grünem Strom im Wärme- und Industriebereich im Weg – gerade auch bei uns im Norden."

Schleswig-Holstein werde sich gegenüber der Bundesregierung dafür einsetzen, dass die im Ampel-Koalitionsvertrag verabredete Umlagen- und Abgabenreform zügig umgesetzt wird, sagte Goldschmidt. Dies sei erforderlich im Sinne der Verbraucher und der Klimaschutzwirtschaft.

"Der Norden steht in den Startlöchern beim Thema Sektorenkopplung", erläuterte der Minister. Das werde künftig einen großen Beitrag zur nationalen Versorgungssicherheit mit erneuerbaren Energien leisten. "Dafür erwarte ich aber vom Bund und den Länderkollegen, dass der energiewirtschaftliche Rahmen so ausgestaltet wird, dass Unternehmen, die grünen Strom für klimaneutrale Produktion benötigen, hier energiewirtschaftlich vorzügliche Standortbedingungen vorfinden können." Dafür werde dringend eine faire Netzentgeltreform benötigt.

Die Abschaffung der Umlage zum 1. Juli hat zur Folge, dass Kunden die Förderung von Wind- oder Solaranlagen nicht mehr über die Stromrechnung zahlen müssen. Die Umlage betrug zuletzt 3,72 Cent pro Kilowattstunde. Zunächst sollte sie 2023 fallen, die Koalition in Berlin hatte den Termin wegen der rasant gestiegenen Energiekosten jedoch vorgezogen.

Quelle: dpa

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