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Hamburg & Schleswig-Holstein Kinder malen Bilder für Müllmänner und -frauen

Selbstgemalte Plakate und Danksagung kleben an Mülltonnen. Foto: Martin Vollmer/Stadtreinigung Hamburg/dpa

(Foto: Martin Vollmer/Stadtreinigung Hamburg/dpa)

Tag für Tag leeren Hamburgs Müllmänner und -frauen die Tonnen und sorgen als Straßenreiniger für Ordnung. Daran ändert auch die Corona-Krise nichts. Nun bekommen die Männer in Orange dafür besonders bunten Zuspruch.

Hamburg (dpa/lno) - Trotz der Corona-Krise sind Hamburgs Müllmänner und -frauen sowie die Straßenreiniger derzeit unentwegt im Einsatz. In vielen Stadtteilen bekommen sie dafür seit einigen Tagen liebe Briefe, wie Unternehmenssprecher Kay Goetze sagte. "Von Kindern gemalte Bilder auf den Mülltonnen - das haben wir derzeit jeden Tag", sagte er weiter. Darüber freuten sich die Männer in Orange sehr. "Sie genießen ohnehin eine hohe Wertschätzung in der Bevölkerung. Zur Zeit ist es aber noch mehr. Und das ist ja auch Balsam für unsere Seelen." Die Bilder stellt die Hamburger Stadtreinigung zum Teil auch bei Facebook online.

Die rund 2100 Müllmänner und -frauen sowie Straßenreiniger in Hamburg sorgen derzeit wie sonst auch für leere Mülltonnen sowie saubere Straßen, Parks, Grünanlagen. Immerhin müssen rein rechnerisch jeden Tag mehr als 1600 Tonnen Müll aus den Hamburger Haushalten abgeholt und zur Müllverwertung oder Müllverbrennung gebracht werden. "Das ist das letzte, was noch funktionieren muss, damit sich die Müllberge in den Haushalten nicht türmen", so Goetze weiter. Das sei elementar und gehöre zur Daseinsfürsorge.

All diese Abläufe habe die Stadtreinigung Hamburg derzeit gut im Griff. Im Unternehmen gebe es bislang "fünf Infizierte und ein paar Verdachtsfälle". Alle Einsätze zur Müllabfuhr und Straßenreinigung seien aber sicher gestellt. Des Weiteren achten auch die Kollegen in Orange darauf, dass sie im Arbeitsalltag zueinander einen Sicherheitsabstand von zwei Metern einhalten. "Wir haben zudem den Dienstbeginn entzerrt und viele Kollegen kommen direkt zum Einsatzort und fahren so nicht mehr zu Viert im Auto."

Positiv hob der Sprecher hervor, dass sich zudem viele Hamburger an den Aufruf halten, den Recyclinghof in ihrer Nähe derzeit nur in unumgänglichen Fällen wie Umzug oder Wohnungsauflösung zu nutzen. "Wir haben fast eine Halbierung der Kunden innerhalb von einer Woche." So haben vor zehn Tagen noch etwa 6000 Menschen ihren Müll zum Recyclinghof gebracht. Vor drei Tagen waren es nur noch 3400. "Obwohl gerade eine gute Zeit zum Ausmisten und Renovieren ist, lassen die meisten ihren anfallenden Abfälle anscheinend vorerst daheim", lobte Goetze weiter. In dringenden Fällen stelle die Stadtreinigung auch die Sperrmüllabholung sicher.

Bei der Stadtreinigung arbeiten insgesamt etwa 3350 Menschen, etwa 1100 davon bei der Müll- und Sperrmüllabfuhr. 2018 haben sie 589 000 Tonnen Müll bei den Hamburger Haushalten abgeholt. Weitere 115 000 wurden zu den Recyclinghöfen gebracht.

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