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Hamburg & Schleswig-Holstein Kommunaler Ordnungsdienst in Kiel schreibt 6350 Anzeigen

Ein Mitarbeiter vom Kommunalen Ordnungsdienst ist auf der Suche nach Falschparkern und verteilt

(Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Archivbild)

Positive Zwischenbilanz aus Sicht der Stadt Kiel: Der vor einem halben Jahr gegründete Kommunale Ordnungsdienst hat sich etabliert und schon mehr als tausende Anzeigen geschrieben.

Kiel (dpa/lno) - Der vor einem halben Jahr am 13. Mai gegründete Kommunale Ordnungsdienst in Kiel hat kräftig zu tun: Allein in den vier Monaten vom 1. Juni bis 30. September schrieben die 16 Mitarbeiter 6350 Anzeigen - rechnerisch 52 jeden Tag, teilte ein Stadtsprecher mit. 6000 Anzeigen galten Verkehrsordnungswidrigkeiten - etwa Radfahrern in Fußgängerzonen, Blockaden von Behindertenparkplätzen oder der Missachtung von Feuerwehrzufahrten. Rund 350 Anzeigen betrafen allgemeinen Ordnungswidrigkeiten.

Dazu gehören zum Beispiel Verstöße gegen die Anleinpflicht für Hunde, unerlaubte Abfallentsorgung, die Verunreinigung von Grünanlagen etwa in der Grillsaison oder achtlos weggeworfene Zigarettenkippen auf Spielplätzen oder Straßen. Zudem begleiten die Mitarbeiter flankierend städtische Kontrollen im Bereich Jugendschutz, Gewerbe- und Gaststättenrecht. "Der Kommunale Ordnungsdienst hat in den ersten Monaten sehr schnell in seine Aufgaben hineingefunden und sich etabliert", zog der Sprecher eine positive Zwischenbilanz.

Schwerpunktmäßig ist der Ordnungsdienst in Zweierstreifen in der Innenstadt, am Bahnhof und in den Problemstadtteilen Gaarden und in Mettenhof im Einsatz. "Die Zusammenarbeit mit der Polizei ist gut", sagte ein Stadtsprecher. Nachdem bereits die Ausbildung durch die Polizeidirektion unterstützt wurde, seien weitere gemeinsame Schulungen geplant. Die Arbeit soll bis zum Frühjahr 2020 ausgewertet und mit der Selbstverwaltung erörtert werden. Die Bediensteten tragen Uniform mit der Aufschrift "Ordnungsamt". Sie dürfen bei einem konkreten Anlass Bürger befragen, anhalten und festhalten, Platzverweise aussprechen und durchsetzen. Sie tragen keine Schusswaffe, zur Verteidigung aber einen Schlagstock. Pfefferspray soll nur zur Abwehr gefährlicher Tiere dienen.

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