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Hamburg & Schleswig-Holstein Lübecker Polizei will verstärkt gegen Rocker vorgehen

Zwei Polizisten stehen beieinander. Foto: Friso Gentsch/dpa/Symbolbild

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Lübeck (dpa/lno) - Die Lübecker Polizei hat die Bekämpfung der sogenannten Rockerkriminalität zum Schwerpunkt erklärt. Auslöser seien das Auftreten verfeindeter Gruppen und deren in die Öffentlichkeit ausstrahlende Machtdemonstrationen und Gewalttaten. "Die Polizei duldet im Rahmen der "Null-Toleranz-Strategie" des Landes Schleswig-Holstein keine Rechtsverstöße und keine Machtdemonstrationen von rivalisierenden Rockergruppierungen", sagte der Leitende Polizeidirektor Norbert Trabs am Freitag. Die Menschen müssten sich angstfrei in der Öffentlichkeit bewegen können.

Nach Angaben der Polizeidirektion Lübeck hatte es im August und September eine Reihe von Vorfällen mit Bezügen zum Rockermilieu in der Hansestadt Lübeck und dem Kreis Ostholstein gegeben. Die Polizei hat deshalb eine Besondere Aufbauorganisation "Rocker" eingerichtet.

Am Donnerstag kontrollierten Beamte in Bad Schwartau (Kreis Ostholstein) zwei Männer, die dem Rockermilieu zugeordnet werden. Bei dem Fahrer fanden sie ein Einhandmesser und ein sogenanntes Tierabwehrspray. Im Auto stellte die Polizei neben einem Teleskopschlagstock, einer Schutzweste, einer Wollmütze mit Seh- und Atemschlitzen auch eine Geldbörse mit vierstelligem Bargeldbetrag sicher.

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