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Hamburg & Schleswig-Holstein Ministerin Heinold gewinnt als zweite Frau den Rotspon-Cup

Heinold (Grüne, l) steht nach der gewonnenen Rotspon-Regatta mit ihrer Trophäe neben dem unterlegenen Lindenau (SPD). Foto: Markus Scholz

(Foto: Markus Scholz/dpa)

Seit Jahren ist die Rotspon-Regatta fester Bestandteil der Travemünder Woche. Dieses Mal hat die Frauenpower gesiegt.

Travemünde (dpa/lno) - Der "Rotspon Cup" 2019 geht nach Kiel. Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) gewann am Mittwoch in Travemünde in einem spannenden Wettkampf gegen den Titelverteidiger, Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau (SPD). Sie sei sehr stolz, die Trophäe nach drei Jahren für die Landesregierung nach Kiel zurückgeholt zu haben, sagte Heinold nach dem Rennen. Strahlend nahm sie den Pokal - eine Sechs-Liter-Flasche Lübecker Rotspon - in Empfang.

Schon das erste von insgesamt drei Rennen ging an Heinold und ihre Crew. Lindenau an Bord der "Cintra" erwischte einen schlechten Start und segelte die ganze Zeit Heinolds "Trivia" hinterher. Das zweite Rennen ging klar an Lindenau, doch das dritte Rennen und damit den Gesamtsieg konnte die passionierte Freizeit-Seglerin Heinold wieder für sich verbuchen.

Traditionell gehen die Kontrahenten mit zwei historischen Zwölfer-Yachten ins Rennen, die von den Eignern zur Verfügung gestellt werden. Die "Trivia" und die "Cintra" werden von erfahrenen Crews gesegelt. Mit an Bord waren auch mehrere Sportler mit Handicap.

Heinold ist nach Angaben der Veranstalter erst die zweite Frau, die das Bürgermeisterrennen im Rahmen der Travemünder Woche gewonnen hat. Vor ihr hatte 2013 die damalige Kieler Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke (SPD) den Pokal nach Kiel geholt.

Die Rotspon-Regatta war 2004 von Lübecks langjährigem Bürgermeister Bernd Saxe ins Leben gerufen worden. Das Rennen soll an den Ursprung der Travemünder Woche im Jahr 1889 erinnern, als zwei Hamburger Kaufleute vor Travemünde um eine Flasche Rotwein segelten.

Lindenau nahm seine Niederlage gelassen. "Vielleicht waren wir etwas zu entspannt", sagte er selbstkritisch. Bei der Siegerehrung erinnerte er an den Brauch, dass der Sieger einen ausgeben müsse. "Ich werde der Finanzministerin eine Liste der Dinge mitgeben, die Lübeck braucht", sagte der Bürgermeister.

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