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Hamburg & Schleswig-Holstein Mord auf Reiterhof in Quickborn: Beweisaufnahme dauert an

Ein Justizbeamter steht in einem Gerichtssaal. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)

Itzehoe (dpa/lno) - Im Prozess um den Mord auf einem Reiterhof in Quickborn (Kreis Pinneberg) ist ein Ende der Beweisaufnahme nicht absehbar. Seit Mitte März muss sich ein heute 42-jähriger Deutscher vor dem Landgericht Itzehoe verantworten. Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, am 29. Juni 2020 seinen 44 Jahre alten Geschäftspartner mit zwei Schüssen in den Hinterkopf heimtückisch getötet zu haben. Der Mann streitet die Tat ab.

Am Freitag wurde der Prozess vor der Schwurgerichtskammer mit der Vernehmung der Freundin des Opfers fortgesetzt. Die Frau, die auch auf dem Reiterhof gearbeitet hatte, überraschte das Gericht mit der Aussage, dass sie nach einem Termin bei der Polizei von Unbekannten bedroht und auch vergewaltigt worden sei.

Zudem sei eines ihrer Kinder von einem unbekannten Mann von der Schule abgeholt und ihre Küche mit einem Baseballschläger verwüstet worden. Da eine Gefährdung der Zeugin nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde die Vernehmung unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt. Ob die Taten gegen die Frau mit dem Mordprozess in einem direkten Zusammenhang stehen, vermochte sie nicht zu sagen.

Direkte Beweise oder Augenzeugen der Tat auf dem Quickborner "Eulenhof" gibt es nicht. Die Staatsanwaltschaft stützt sich unter anderem auf digitale Spuren wie zum Beispiel die Auswertung von Handydaten. Bis Freitag hat die Verteidigung des Angeklagten noch nicht einen eigenen Beweisantrag gestellt. Der Prozess wird am kommenden Freitag und danach mit mehreren Terminen im Januar fortgesetzt.

© dpa-infocom, dpa:211210-99-335298/3

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