Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-Holstein Nach Schüssen auf Autobahn: Razzia

Das Blaulicht an einem Einsatzwagen der Polizei. Foto: H.- C. Dittrich/Archiv

(Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Kronshagen (dpa/lno) - Mehr als ein Jahr nach einer wilden Verfolgungsjagd und Schüssen auf einer Autobahn bei Kiel haben Einsatzkräfte eine Wohnung und drei Geschäfte in Kiel und im benachbarten Kronshagen durchsucht. "Wir suchen nach einer scharfen Schusswaffe", sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler am Dienstag. "Die Durchsuchung hat nicht zum Auffinden einer Waffe geführt", hieß es am Nachmittag.

Die Ermittlungen wegen unerlaubten Waffenbesitzes richten sich laut Staatsanwaltschaft gegen einen 39-Jährigen. Bei dem Mann handelt es sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft um einen engen Angehörigen des Opfers der Verfolgungsjagd vom Mai 2018.

Das Kieler Landgericht hatte im April im Zusammenhang mit den Schüssen einen Mann zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Wegen eines Familienstreits hatte der in Beirut geborene deutsche Staatsangehörige auf seinen Schwager gefeuert.

Beteiligt gewesen an den Durchsuchungen am Dienstag seien auch Kräfte einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit, sagte Bimler. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" darüber berichtet.

Newsticker