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Hamburg & Schleswig-Holstein Nord-SPD-Spitze nominiert keinen Parteivorsitz-Kandidaten

Das Logo der SPD an einem Revers. Foto: Sebastian Gollnow/Archivbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Kiel (dpa/lno) - Von den drei Kandidaten aus Schleswig-Holstein für den Bundesvorsitz der SPD bekommt vorerst keiner eine Wahlempfehlung des Landesverbandes. "Unsere Kreisverbände diskutieren zurzeit die Bewerbungen, daher hat der Landesvorstand heute keine Nominierung vorgenommen", erklärte die SPD-Landesvorsitzende Serpil Midyatli am Samstag nach einer Sitzung des Vorstandes in Kiel.

Landtagsfraktionschef Ralf Stegner tritt mit Gesine Schwan an, der Vorsitzenden der SPD-Grundwertekommission. Die Bundestagsabgeordnete Nina Scheer bewirbt sich mit ihrem Fraktionskollegen Karl Lauterbach, Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange mit ihrem Amtskollegen Alexander Ahrens aus Bautzen in Sachsen. Bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt plädierten Lange und Ahrens am Samstag in Leipzig für einen schnellstmöglichen Austritt der SPD aus der großen Koalition.

Die neue SPD-Spitze soll in einer Mitgliederbefragung faktisch bestimmt und auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden. Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Unterstützung von mindestens einem Landesverband oder von fünf Unterbezirken beziehungsweise Kreisverbänden.

Bisher erfüllen als einzige Bewerber um die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles Europa-Staatsminister Michael Roth und die nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordnete Christina Kampmann die geforderte Mindestunterstützung von Parteigliederungen. Wie es in Parteikreisen hieß, ist inzwischen auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz zu einer Bewerbung um den SPD-Vorsitz bereit, nachdem er das Amt zuvor aus zeitlichen Gründen abgelehnt hatte.

"Wer den Parteivorsitz übernehmen möchte, muss in erster Linie die Mitglieder überzeugen und dazu gehört ein klares sozialdemokratisches Profil", erklärte Midyatli. Im Norden unterstützen bisher die Kreisverbände Segeberg, Herzogtum Lauenburg und Stormarn das Duo Scheer/Lauterbach. Die Bewerbungsfrist bei der SPD läuft noch bis zum 1. September.

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