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Hamburg & Schleswig-Holstein Nordfriesland über Corona-Grenzwert: Regeln verschärft

Eine Person desinfiziert sich die Hände. Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild

(Foto: Christian Charisius/dpa/Symbolbild)

Husum (dpa/lno) - Der Kreis Nordfriesland hat die Marke von 50 Corona-Infektionen je 100 000 Einwohner in sieben Tagen erreicht. Das teilte der Kreis am Donnerstag mit. Im Husumer Stadtgebiet verzeichnete der Kreis insgesamt 61 mit dem Coronavirus infizierte Personen, davon seien 19 seit Montag hinzugekommen.

"Damit liegen wir im Kreisgebiet bei mehr als 50 neu Infizierten pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche und sind verpflichtet, zusätzliche Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung der Pandemie zu ergreifen", sagte Landrat Florian Lorenzen. "Sie gelten jedoch nur für das Stadtgebiet Husum samt Rödemis und Schobüll, aber nicht für den Rest des Kreisgebietes", betonte der Verwaltungschef. Die Pflicht, in der Innenstadt eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, bleibe bestehen, hieß es in der Mitteilung. Zusätzlich gelte die Maskenpflicht ab dem 30. Oktober auch in den allgemeinbildenden Schulen, Förderzentren, berufsbildenden Schulen, Ergänzungs- und Ersatzschulen sowie in Schulen und Einrichtungen der dänischen Minderheit.

Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum mit mehr als zehn Personen sind demnach untersagt, bisher lag die Grenze bei 15 Teilnehmern. Veranstaltungen im privaten Wohnraum und Garten dürfen nur noch mit höchstens zehn statt 15 Personen einschließlich der Gastgeber stattfinden. Sport innerhalb und außerhalb von Sportanlagen ist ebenfalls nur noch mit höchstens zehn Teilnehmern oder Wahrung des Mindestabstandes möglich. Höchstens 100 Zuschauer sind erlaubt. Bei Sportarten, bei denen es gar nicht zu einer Unterschreitung der Abstände kommt (zum Beispiel beim Schwimmen oder beim Individualtraining im Fitness-Studio), bleibt alles beim Alten, es sei denn, die Gegebenheiten vor Ort lassen Abstände und Trennung nicht zu.

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