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Hamburg & Schleswig-Holstein Novemberhilfen auf dem Weg: Minister Buchholz erleichtert

Bernd Buchholz (FDP), Minister für Wirtschaft, spricht. Foto: Frank Molter/dpa

(Foto: Frank Molter/dpa)

Kiel/Berlin (dpa/lno) - Die Bearbeitung der regulären Novemberhilfen für Firmen in der Corona-Krise hat auch in Schleswig-Holstein am Dienstag begonnen. "Seit heute Mittag bearbeiten die Mitarbeiter die Anträge", sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) in Kiel. "Wir hoffen, dass es schon heute zu ersten Auszahlungen kommen wird." Endlich gehe es los. "Das war auch höchste Zeit, nachdem eigentlich für gestern schon angekündigt war, dass wir arbeiten dürfen", sagte Buchholz. Jetzt sei es wichtig, jenen Betrieben noch zusätzlich zu Liquidität zu verhelfen, deren Umsätze massiv eingebrochen sind.

Als Beispiele nannte Buchholz Einzelhändler von Mode, Schuhen, Sportartikeln und Getränken. Das Land erweitere dafür auch die Palette derjenigen, die es über seinen Härtefallfonds mit Darlehen und Beteiligungen unterstützt. Dafür gab das Kabinett grünes Licht.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte zuvor mitgeteilt, dass die Länder jetzt die Auszahlungen starten können. Wegen Softwareproblemen gab es Verzögerungen. Vorschüsse auf spätere Zahlungen fließen seit Ende November. Die Novemberhilfe geht an Unternehmen und Selbstständige, die von Schließungen besonders stark betroffen sind. Im Grundsatz gibt es Zuschüsse von bis zu 75 Prozent des Umsatzes bezogen auf den gleichen Vorjahresmonat.

Hier wird unterschieden zwischen direkten Anträgen - bis 5000 Euro vor allem für Soloselbstständige - und indirekten Anträgen für größere Volumina. Diese müssen über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte laufen.

Aus der ersten Gruppe gingen im Norden laut Ministerium bisher 2384 Anträge mit einem gewünschten Volumen von 5,5 Millionen Euro ein. Davon wurden in den vergangenen Wochen rund 85 Prozent angewiesen. An indirekten Anträgen liegen demnach aktuell 7264 vor, von denen 7052 mit Abschlagzahlungen schon vorbearbeitet wurden. Das beantragte Gesamtvolumen beträgt hier 150 Millionen Euro. Davon sind rund 44 Millionen inzwischen als Abschlagzahlungen herausgegangen.

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