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Hamburg & Schleswig-Holstein Prognose: Hamburgs Bevölkerung bis 2040 bei zwei Millionen

Eine Menschenmenge steht auf einem Platz. Foto: Marijan Murat/Archivbild

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Die Nord-Metropole Hamburg erfreut sich ungebrochener Beliebtheit. Unter den Bundesländern wächst nur Berlin noch stärker. Wenn die Prognosen eintreten, geht es in moderaten Schritten in Richtung zwei Millionen Einwohner.

Hamburg/Wiesbaden (dpa/lno) - Hamburg hat im vergangenen Jahr 10 600 neue Einwohner gewonnen. Die Bevölkerung der Hansestadt ist damit um 0,6 Prozent auf 1,84 Millionen Menschen gewachsen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag in Wiesbaden mit. Das liegt nur knapp unter dem Höchststand aus dem Jahr 1964 von 1,86 Millionen Einwohnern. Damit hat sich das Bevölkerungswachstum in Hamburg gegenüber dem Jahr 2017 verlangsamt, als der Zuwachs noch 1,1 Prozent betrug.

Dennoch zählt Hamburg zu den wachstumsstärksten Bundesländern in Deutschland. Nur Berlin mit einem Bevölkerungsplus von 0,9 Prozent liegt vor Hamburg, Bayern mit ebenfalls 0,6 Prozent gleichauf. Bundesweit wuchs die Bevölkerung um 0,3 Prozent auf 83 Millionen, ein neuer Rekordwert. Der Anstieg ist auf Zuwanderung zurückzuführen; es sind 386 000 Personen mehr zu- als abgewandert. Die Zahl der Sterbefälle überstieg dagegen die Zahl der Geburten um 167 000.

Ebenfalls am Donnerstag veröffentlichte das Statistische Amt Nord eine Prognose bis zum Jahr 2040, nach der die Hamburger Bevölkerung auch in den kommenden Jahrzehnten weiter zunehmen wird. Je nach Ausmaß der Zuwanderung werde Hamburg im Jahr 2040 zwischen 1,95 und 2,05 Millionen Einwohner aufweisen.

In allen Varianten wird es mehr junge und alte Menschen geben, während die erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 20 und 65 Jahren relativ abnimmt. Statistik Nord hat drei Varianten mit geringer, moderater und hoher Zuwanderung berechnet. Nur in der dritten Variante steigt die Zahl der erwerbsfähigen Bevölkerung von 1,16 Millionen im Jahr 2017 auf 1,19 Millionen im Jahr 2040 leicht an. Ihr Anteil an der Hamburger Gesamtbevölkerung verringert sich dennoch von 63,1 auf 57,9 Prozent.

Der Anteil der älteren Menschen ab 65 Jahren steigt je nach Variante von jetzt 23,8 Prozent auf 27,9 bis 29,3 Prozent. Insgesamt verläuft die Entwicklung jedoch moderat mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von maximal 10 000 Personen, also weniger als im vergangenen Jahr. Sollte die Zuwanderung bis 2040 gering ausfallen, wären es rechnerisch weniger als 6000 neue Hamburger pro Jahr.

Mitteilung Statistik Nord

Mitteilung Destatis

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