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Hamburg & Schleswig-Holstein Prostituierte demonstrieren in St. Pauli für Bordellöffnung

Eine Gruppe Männer geht auf der Reeperbahn in ein Bordell. Foto: Christian Charisius/dpa/Archiv/Symbolbild

(Foto: Christian Charisius/dpa/Archiv/Symbolbild)

Hamburg (dpa/lno) - Schluss mit tote Hose: Prostituierte und Bordellbetreiber aus ganz Deutschland wollen heute im Hamburger Kultviertel St. Pauli für die Wiedereröffnung der Bordelle auf die Straße gehen. Laut Polizei werden rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. In der berühmten Herbertstraße wollen sie sich gegen das coronabedingte Arbeitsverbot stark machen.

Die Sexarbeiterinnen in Deutschland fühlten sich von der Politik vergessen, sagte der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen dazu. Nicht nur, weil andere körpernahe Dienstleistungen wie Friseure, Kosmetik- und Tattoo-Studios sowie Massage-Salons bereits wieder öffnen dürfen. Sondern auch, weil sexuelle und erotische Dienste in Nachbarländern wie den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Österreich und Tschechien bereits wieder erlaubt seien.

Irritierenderweise werde gerade Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern, die besonders mit Hygiene-und Schutzmaßnahmen vertraut seien, hierzulande scheinbar kein verantwortungsvoller Umgang mit Corona-Schutzmaßnahmen zugetraut, kritisierte der Verband.

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