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Hamburg & Schleswig-Holstein Prozess um Angriffe auf Schwangere: Angeklagte schweigen

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in der Hand. Foto: picture alliance / David Ebener/dpa/Symbolbild

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Hamburg (dpa/lno) - Zum Auftakt eines Prozesses um zwei Angriffe auf eine schwangere junge Frau in Hamburg haben die beiden Angeklagten zunächst geschwiegen. Sie wollten keine Angaben zu den Vorwürfen machen, erklärten die Verteidiger der beiden 26-Jährigen am Montag vor dem Amtsgericht St. Georg. Den beiden Syrern wird gemeinschaftlicher versuchter Schwangerschaftsabbruch in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen.

Einer der beiden Angeklagten ist der ehemalige Partner der Frau. Der 26-Jährige soll versucht haben, das ungeborene Kind seiner damals 17 Jahre alten Freundin zu töten. Bei zwei Gelegenheiten, am 27. Oktober 2019 und am 13. April 2020, habe er mit jeweils einem Mittäter Angriffe auf seine schwangere Freundin inszeniert, damit diese das gemeinsame Kind verliert, erklärte die Staatsanwältin.

Beim zweiten Angriff, an dem der Mitangeklagte beteiligt gewesen sein soll, bekam die im achten Monat Schwangere nach einer Vielzahl von Tritten und Schlägen in den Bauch vorzeitige Wehen. Es habe ein Notkaiserschnitt gemacht werden müssen, sagte die Staatsanwältin. Die vorzeitige Geburt sei für Mutter und Baby lebensbedrohlich gewesen. Das Kind erlitt nach Angaben eines Gerichtssprechers jedoch keine bleibenden Schäden. Der Vater sitzt wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft.

© dpa-infocom, dpa:210418-99-254319/3

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