Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-Holstein Prozess um Drogenhandel: 32-jähriger Angeklagter schweigt

Ein schleswig-holsteinischer Justizbeamter steht im Landgericht im Sitzungssaal. Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild

(Foto: Angelika Warmuth/dpa/Symbolbild)

Kiel (dpa/lno) – Für den illegalen Handel mit tausenden Ecstasy-Tabletten und anderen Drogen muss sich seit Montag ein 32-jähriger Mann vor dem Kieler Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vier Fälle von 2017 bis 2018 vor. Dabei gehe es um den Verkauf von 25 000 Ecstasy-Tabletten, 400 Cannabis-Setzlingen für eine Indoor-Plantage bei Laboe, 20 Kilogramm Amphetaminen, fünf Kilogramm MDMA und 100 Gramm Kokain, sagte die Staatsanwältin. Dem Angeklagten droht bei einer Verurteilung eine mehrjährige Haftstrafe. In dem Verfahren sind bis Mitte Juni sechs Verhandlungstage angesetzt.

Wie bereits während der Ermittlungen schwieg der Angeklagte zum Prozessauftakt auch vor Gericht. Der Mann sitzt seit Ende 2020 in Untersuchungshaft. Nach Angaben seines Verteidigers ist das Schweigen als Bestreiten der Tatvorwürfe zu verstehen. Auch der einschlägig vorbestrafte Hauptbelastungszeuge der Anklage schwieg zum Prozessauftakt, um sich möglicherweise nicht selbst zu belasten.

Nach Aussage eines Zollfahnders hatte der Mann den Angeklagten eindeutig als Drogenlieferanten bezeichnet, den er schon jahrelang kenne. Die Ermittler hatten den Zeugen wegen des Verdachts des Drogenhandels überwacht und sein Fahrzeug mit einem Peilsender versehen, sagte der Zollbeamte. Den Angaben zufolge soll der aus der Haft vorgeführte Mann in einer forensischen Klinik seine Drogengeschäfte mit dem Angeklagten wieder aufgenommen haben.

© dpa-infocom, dpa:210517-99-634463/2

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.