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Hamburg & Schleswig-Holstein Rekord bei Fridays for Future in Hamburg: 17 000 Menschen

Schülerinnen und Schüler demonstrieren mit Protestplakaten und einem Transparent während des Fridays for Future - Klimastreiks. Foto: Daniel Bockwoldt

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Seit Monaten schon demonstrieren in Hamburg junge Menschen, damit die Politik sich mehr Mühe beim Kampf gegen den Klimawandel gibt. Nun erreichte Fridays for Future in der Hansestadt eine neue Dimension.

Hamburg (dpa/lno) - Die Klima-Demo Fridays for Future in Hamburg hat einen neuen Teilnehmer-Rekord erreicht. Zwei Tage vor der Europawahl sind in der Hansestadt etwa 17 000 junge Menschen und zahlreiche Erwachsene für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gegangen. Den Organisatoren zufolge waren beim zweiten sogenannten globalen Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung bis zu 25 000 Demonstranten in der Innenstadt unterwegs. Ursprünglich waren rund 10 000 Teilnehmer erwartet worden. Weltweit sollte es am Freitag Kundgebungen in mehr als 100 Ländern geben.

"Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, dass sich viele Menschen für dieses Thema interessieren, die Ernsthaftigkeit verstehen und sagen: Ja, wir gehen dafür auf die Straße", sagte die Hamburger Mitorganisatorin Nele Brebeck der Deutschen Presse-Agentur. Unter den Demonstranten seien dieses Mal auch viele Erwachsene dabei gewesen. "Die hatten wir ja auch explizit mit aufgefordert." Wenige Tage vor der Europawahl wollte Fridays for Future auch zeigen, wie wichtig es ist, am Sonntag seine Stimme für den Klimaschutz abzugeben. "Das Parlament, das aus dieser Wahl hervorgeht, wird das letzte sein, welches das Ruder in der europäischen Klimapolitik noch herumreißen kann", so Brebeck.

Die Teilnehmer riefen laut im Chor "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!" und hielten unter anderem Plakate mit den Aufschriften "Klimaschutz statt Kohleschmutz", "Rettet die Welt", "Erdenqual - nutzt die Wahl", "Oma, was ist ein Eisbär?" und "Stoppt Klimakiller" hoch.

Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood hatten vor dem Rathaus ein Transparent mit der Aufschrift "Don't sell the climate. End coal now!" (dt: Verkauft nicht das Klima. Beendet jetzt die Kohle!) aufgehängt. Weil diese Veranstaltung nicht zuvor angemeldet war, nahm die Polizei die Personalien der vier Aktivisten auf.

Seit Monaten lassen junge Menschen freitags den Unterricht ausfallen, um für eine bessere Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Die Aktivisten von Fridays for Future fordern unter anderem die Einhaltung der Pariser Klimaziele. Vorbild der Jugendlichen ist die Schwedin Greta Thunberg, die am 1. März in Hamburg mit protestiert hatte. Damals hatten nach Polizeiangaben 3800 Schüler demonstriert, am 15. März in den Schulferien waren dann 7000 gekommen.

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