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Hamburg & Schleswig-Holstein Restriktionen für Mannschaftssport im hohen Norden gelockert

Sabine Sütterlin-Waack (CDU), Innenministerin von Schleswig-Holstein, mit einem Mund-Nasen-Schutz in den Farben des Bundeslandes. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

(Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild)

Kiel (dpa/lno) - Fußballer, Handballer und andere Mannschaftssportler in Schleswig-Holstein können jetzt unter abgeschwächten Corona-Vorgaben mit ihren Amateurvereinen in die neue Saison starten. Auch Trainings- und Wettkampfspiele sind vom 19. August an erlaubt - unter strengen Hygiene-Vorkehrungen. Die Landesregierung in Kiel verständigte sich am Mittwoch mit mehreren Verbänden auf entsprechende Regeln. Beteiligt waren Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) und Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) sowie die Spitzen des Landessportverbandes und der Landesverbände im Fußball, Handball, Volleyball und Basketball.

Zuschauer werden im Freien bis maximal 500 erlaubt, in der Halle weiterhin gar nicht. Auslöser für das Treffen war teils massive Kritik von Vereinen, dass Schleswig-Holstein zuletzt keine weiteren Lockerungen von Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie beschlossen hatte. Demnach war bisher unter anderem Training höchstens in Zehnergruppen erlaubt. Damit entfielen auch Trainingsspiele im Land. Diese Regel fällt nun weg. Die Zahl der teilnehmenden Sportler orientiert sich künftig an der jeweiligen Sportart.

Die Spitzen der Verbände zeigten sich - mit Ausnahme der Zuschauerregelung für die Halle - zufrieden mit der Einigung. Innenministerin Sütterlin-Waack bescheinigte den Vereinen großartige Leistungen auch in der Pandemie-Zeit. Sie hätten sehr gute Hygienekonzepte vorgelegt. Gesundheitsminister Garg räumte ein, die bisherige Zehner-Regel sei für den Echtbetrieb nicht besonders realitätsnah gewesen. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte den Sportverbänden zeitnah eine praktikable Lösung in Aussicht gestellt. "Das ist ein gewaltiger Schritt", sagte der Vizepräsident des Landessportverbandes, Bernd Küpperbusch, zu der Verständigung.

Es gebe keine Sonderrolle für den Fußball, betonte dessen Landesverbandspräsident Uwe Döring. Der Fußball werde sich von November an auch aus den Hallen herausziehen, um Platz für die anderen Sportarten zu machen. Die Sportvertreter betonten die Bereitschaft, die Hygiene-Regeln einzuhalten und sprachen von einem Vertrauensvorschuss des Landes. Die Vereinbarung besagt auch, dass die Öffnungen bei wieder dynamisch steigenden Infektionszahlen "angepasst" werden könnten.

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