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Hamburg & Schleswig-Holstein Rund 1000 Menschen bei Corona-Demo in Hamburg

Eine Frau mit einem symbolischen Verbotsschild bei der Corona-Demo auf dem Jungfernstieg in Hamburg. Foto: Markus Scholz/dpa

(Foto: Markus Scholz/dpa)

Die Sonne brennt, ein Schlagerstar von früher singt ein Freiheitslied und die Antifa will nicht auf die Bühne. Eindrücke von der Anti-Corona Demonstration in Hamburg.

Hamburg (dpa/lno) - Rund 1000 Menschen haben am Samstag in der Hamburger Innenstadt gegen Maskenpflicht und die Corona-Politik von Bund und Ländern demonstriert. Die Polizei zählte bei hochsommerlichen Temperaturen am Nachmittag auf dem Jungfernstieg rund 900 Protestler, doch auch auf den breiten Bürgersteigen rechts und links mischten sich Sympathisanten, Unterstützer, Gegner, Neugierige und unbeteiligte Passanten in großer Zahl.

In schwarzen Shorts und schwarzen Tank-Tops versammelten sich etwa Gegner der Demo um eine schwarz-rote Antifa-Fahne, vermummt mit schwarzem Mund-Nasen-Schutz. Aus ihrer Reihe erklangen "Haut ab, haut ab"-Sprechchöre.

Die Anliegen der Kundgebenden blieben zumindest in den Redebeiträgen eher verschwommen. Oft ging es darum, dass die Demonstration stattfinden könne und sich die Veranstalter darüber sehr freuten, dass es schon zuvor eine Demonstration gegeben habe (am 1. August in Berlin) - und demnächst eine weitere geplant ist (am 29. August wiederum in Berlin).

Auch Frl. Menke, ein Schlagerstar der 80-er Jahre ("Hohe Berge"), war dabei. Sie könne nicht gut reden, sagte sie - und sang stattdessen: das Volkslied "Die Gedanken sind frei".

Gesichtsmasken trug kaum einer der Demonstranten. Und je länger die Veranstaltung dauerte, desto kürzer wurden die Abstände der Teilnehmer zueinander. Schließlich bat die Polizei, die Kundgebung zu beenden, da die Auflagen nicht mehr eingehalten würden. Die Veranstalter reagierten darauf, indem sie die Demonstranten sich neu aufstellen ließen - mit Erfolg: Die Demo durfte fortgesetzt werden.

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