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Hamburg & Schleswig-Holstein SPD fordert Ausbau des Ganztagsschulprogramms

Der SPD-Abgeordnete Martin Habersaat spricht bei einer Landtagssitzung. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

(Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild)

Nur jeder dritter Schüler in Schleswig-Holstein nutzt Ganztagsangebote. Daher fordert die SPD von Land und Bund mehr Einsatz beim Ausbau des Angebots. Denn Ganztagsschulen böten mehr Chancengerechtigkeit, sagt SPD-Bildungspolitiker Habersaat.

Kiel (dpa/lno) - Der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat hat von Bund und Land mehr Engagement beim Ausbau der Ganztagsschulen gefordert. Das Ganztagsschulprogramm müsse in der zweiten Hälfte der Legislatur auf Bundesebene eine wesentliche Rolle spielen, sagte Habersaat der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei das wichtigste bildungspolitische Vorhaben der Großen Koalition.

"In diesem Bereich bleibt auch die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein hinter den eigenen Versprechungen zurück", sagte Habersaat. Die konkrete Umsetzung des bis Ende 2022 angekündigten Ausbaus eines verlässlichen Ganztagsangebotes an Grundschulen lasse auf sich warten. Laut Studien ließen sich damit das Sozialverhalten, die Freude am Lernen und die Schulnoten verbessern. "Ganztagsschulen sind ein vielversprechender Weg, um mehr Chancengerechtigkeit zu erreichen."

Bundes- und Landesregierung hätten die Bedeutung der Ganztagsschule zwar erkannt, sagte Habersaat. Im Koalitionsvertrag auf Bundesebene sei die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter bis 2025 festgehalten. "Finanziell hinterlegt ist dieses Vorhaben mit zwei Milliarden Euro. Diese Mittel dürfen allerdings nicht einmal die Hälfte der notwendigen Investitionskosten decken."

Laut Bildungsministerium nutzt etwa jeder dritte Schüler (geschätzt rund 30 Prozent) Ganztagsangebote an den Schulen. Die Zahl der offenen Ganztagsschulen ist mittlerweile auf 533 gestiegen. Dort ist die Teilnahme an Ganztagsangeboten grundsätzlich freiwillig. An 154 Schulen (Grundschulen und Förderzentren) gibt es ein vom Land gefördertes Betreuungsangebot. 29 Schulen arbeiten als sogenannte gebundene Ganztagsschulen mit einem Pflichtangebot für Schüler, davon 8 an sozialen Brennpunkten.

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