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Hamburg & Schleswig-Holstein SPD will mobile Impfteams in Problemstadtteile schicken

Eine Flüssigkeit tropft aus der Kanüle einer Spritze. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild)

Die SPD will Benachteiligten im Norden schneller zu Corona-Impfungen verhelfen. Dazu sollen mobile Teams beitragen. Mit dem Vorstoß befasst sich jetzt der Landtag.

Kiel (dpa/lno) - Die SPD im Kieler Landtag will mithilfe mobiler Teams das Impfen gegen das Coronavirus in Wohngebieten mit geringer Ärzte-Dichte vorantreiben. Dazu hat die Fraktion einen Antrag an den von Mittwoch bis Freitag tagenden Landtag eingebracht. Aufgrund der niedrigen Dichte an Haus- und Fachärzten gebe es in einigen Stadtteilen, Quartieren und Regionen längere Wartezeiten für eine Impfung als anderswo, erklärte SPD-Fraktionsvize Birte Pauls. Um die dortigen Ärzte zu unterstützen, müssten mobile Impfteams oder mobile Impfstationen eingesetzt werden. Auch Quartierstreffs könnten als Räumlichkeiten genutzt werden.

"Damit würde auch ein niedrigschwelliges Impfangebot in sozial benachteiligten Quartieren entstehen, wo viele Personen kaum an einen Hausarzt angebunden sind und aktuell die Inzidenz aufgrund der Lebens- und Arbeitsbedingungen wesentlich höher liegt", erläuterte der SPD-Gesundheitspolitiker Bernd Heinemann. Die Impfverordnung nenne für die Prioritätsgruppe 3, die demnächst geimpft werden dürfe, ausdrücklich "Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht". Nun würden auch die Strukturen benötigt, damit die Impfungen so schnell wie möglich vorankommen. Eine Impfung dürfe keine soziale Frage sein.

© dpa-infocom, dpa:210515-99-605903/2

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