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Hamburg & Schleswig-Holstein Sauerstoffgehalt der Hamburger Elbe im kritischen Bereich

Buhnen ragen am Elbstrand Wittenbergen rechtwinklig in den Strom. Foto: Markus Scholz/Archivbild

(Foto: Markus Scholz/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Der Sauerstoffgehalt der Elbe im Hamburger Hafen ist auf einen kritischen Wert gefallen. Er habe am Freitag bei nur noch 2,5 Mikrogramm pro Kubikmeter Wasser gelegen, sagte ein Sprecher der Umweltbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Bei einem Wert unter 4 Mikrogramm bekämen empfindliche Fischarten und besonders Jungfische zunehmend Probleme. Basierend auf der Wetterprognose für die kommenden Tage und der damit einhergehenden Entspannung der Situation rechnet die Umweltbehörde jedoch nicht mit einem akuten Fischsterben.

Ursache für die niedrige Sauerstoffsättigung sei das wegen der Wärme stromaufwärts begonnene Algenwachstum. Die Wasserpflanzen kommen laut Umweltbehörde mit der Strömung nach Hamburg, wo sie beim Absinken Sauerstoff verbrauchen.

Die Umweltbehörde hat eine Hotline eingerichtet, bei der tote Fische gemeldet werden können (+49 40 428402300). Im vergangen Jahr waren wegen des geringen Sauerstoffgehalts mehr als fünf Tonnen Fisch in Hamburger Gewässern verendet.

Aufgrund der sensiblen Wassersituation ruhen im Hafen von April bis November weitgehend die Baggerarbeiten zum Entfernen des Schlicks. Sie seien auf die nautisch unbedingt erforderlichen Bereiche begrenzt, sagte eine Sprecherin der Hafenbehörde Hamburg Port Authority (HPA). Zuvor hatte der NDR berichtet.

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