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Hamburg & Schleswig-Holstein Schiffsverkehr im Nord-Ostsee-Kanal eingebrochen

Blick auf die Schleusen am Nord-Ostsee-Kanal. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild

(Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild)

Kiel (dpa/lno) - Auf dem Nord-Ostsee-Kanal sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie deutlich weniger Schiffe unterwegs. Am größten war der Einbruch im Vorjahresvergleich nach Angaben der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt im Mai mit minus 30,3 Prozent (1730 Schiffe). Aber auch im Juni waren zwischen Kiel und Brunsbüttel ein Viertel Schiffe weniger unterwegs als im Juni 2019 (1706 Schiffe, minus 26,6 Prozent). Im April war die Zahl der Schiffe um 25 Prozent auf 1749 gesunken.

Von Januar bis Juni brach der Schiffsverkehr auf der künstlichen Wasserstraße im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,8 Prozent ein. 12 341 Schiffe befuhren den Kanal in dieser Zeit. Im ersten Halbjahr 2019 waren es noch 14 662 Schiffe. Von Januar bis März hatte es im Vorjahresvergleich bereits einen Rückgang um 4,65 Prozent auf 7156 Schiffe gegeben.

Geringfügig niedriger fiel der Einbruch in den ersten sechs Monaten des Jahres mit minus 14,6 Prozent bei der transportierten Ladung aus. Die Schiffe im Kanal hatten insgesamt knapp 36,5 Millionen Tonnen geladen, im ersten Halbjahr 2019 waren es gut 42,7 Millionen Tonnen gewesen. Von Januar bis März hatte es zwar auch einen Rückgang der Ladungsmengen gegeben. Dieser war mit minus 3,58 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aber deutlich geringer ausgefallen.

Der Bund hat bereits reagiert. Er will den Kanal durch Aussetzen der Befahrungsabgaben bis Jahresende stützen. Zur Kompensation der Einnahmeausfälle der Lotsen sollen acht Millionen Euro fließen.

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