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Hamburg & Schleswig-Holstein Schüler nach den Weihnachtsferien in den Alltag gestartet

Ein Schüler macht einen Corona-Schnelltest. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

(Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild)

Trotz massiv steigender Corona-Zahlen und der noch ansteckenderen Omikron-Variante sind Hamburgs Schülerinnen und Schüler aus den Weihnachtsferien an ihre Schulen zurückgekehrt. Die zuständige Behörde sieht keine Probleme.

Hamburg (dpa/lno) - Hamburgs gut 200.000 Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen sind nach den Weihnachtsferien in Präsenz und unter strengen Infektionsschutz-Maßnahmen wieder in den Alltag gestartet. Trotz rasant steigender Corona-Zahlen habe es keine Probleme gegeben, sagte ein Sprecher der Schulbehörde am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Unserer Kenntnis nach sind Hamburgs staatliche Schulen gut und ohne besondere Vorkommnisse wieder in den Präsenzunterricht gestartet."

Zu den Schutzmaßnahmen gehören nach Angaben der Schulbehörde in den ersten beiden Schulwochen nach Ferienende drei Tests pro Woche, danach wieder wöchentlich zwei Tests. Nachdem in der Vergangenheit viele falsche positive Corona-Tests zu Ärger bei Schülern, Eltern und Lehrern geführt hatten, hat Hamburg den Anbieter gewechselt. "Seit heute werden sukzessive die neuen Siemens-Schnelltests an die Schulen ausgeliefert und ersetzen dann die Genrui-Schnelltests", sagte der Sprecher.

Mit Ausnahme Thüringens setzen alle Länder auf Präsenzunterricht. Berlin, Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und das Saarland sind bereits aus den Ferien gestartet, die übrigen Länder folgen am Montag. "Trotz der schwierigen Situation halten wir eine Öffnung der Schulen und die Fortsetzung des Präsenzunterrichts nach den Weihnachtsferien für vertretbar", heißt es in einem Behördenschreiben an alle Schulen.

Denn Schulschließungen würden ebenfalls erhebliche Risiken bergen. "So haben die langen Schulschließungen im vorletzten und letzten Jahr den Bildungserfolg und die soziale Entwicklung vieler Kinder und Jugendlichen deutlich beeinträchtigt, die Langzeitwirkungen sind zurzeit noch nicht abzusehen."

Allerdings gelten an Hamburgs Schulen strenge Corona-Regeln. So dürfen Beschäftigte die Gebäude nur betreten, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind - wobei die Impfquote unter Hamburgs Lehrkräften bereits weit über 90 Prozent liegt. Darüber hinaus gilt weiterhin in allen Schulgebäuden eine Maskenpflicht und Klassenräume müssten alle 20 Minuten für 5 Minuten gelüftet werden. Zudem stehen in rund 90 Prozent aller gut 11.000 Unterrichts- und Fachräumen mehr als 21.000 mobile Luftfilter.

Die im vergangenen Jahr begonnenen Impftage an den weiterführenden, berufsbildenden und Sonderschulen für Schülerinnen und Schüler zwischen 12 und 18 Jahren sollen fortgesetzt werden. Die nun auch möglichen Impfungen für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren würden dagegen nicht an jeder Schule angeboten, hieß es. Deren Impfung soll auf Wunsch der Hamburger Ärzte vorrangig über Kinderärzte, Kinderkliniken und das zentrale Kinderimpfzentrum organisiert werden, wie die Behörde erklärte.

Sollten einzelne Schulen dennoch Impfungen für Fünf- bis Elfjährige organisieren wollen, werde dies von der Behörde unterstützt. Einige wenige hätten bereits Impfaktionen angekündigt. Die Behörde betonte jedoch, dass sich diese ausschließlich an die Schülerschaft und Schulbeschäftigte richteten, nicht aber an die allgemeine Bevölkerung.

© dpa-infocom, dpa:220105-99-594061/4

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