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Hamburg & Schleswig-Holstein Schultz hält nach Pokalpleite an St. Pauli-Philosophie fest

St. Paulis Trainer Timo Schultz an der Seitenlinie. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archiv

(Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archiv)

Nach dem unerwarteten Pokal-Aus in Elversberg startet der FC St. Pauli in der Liga. Trainer Schultz will nach einem schlechten Spiel nicht alles über den Haufen werfen, sondern an seiner Philosophie festhalten. Einen kompletten Fehlstart gilt es aber zu vermeiden.

Hamburg (dpa/lno) – Timo Schultz will trotz des verpatzten Einstands als Cheftrainer des FC St. Pauli an seiner Fußball-Philosophie festhalten. "Wir wollen mutig spielen, wir wollen kompakt spielen und ein Spiel so angehen, dass wir es gewinnen wollen", sagte der 43 Jahre alte Neu-Coach eine Woche nach der 2:4-Pokalpleite beim Südwest-Regionalligisten SV Elversberg mit Blick auf den Zweitliga-Auftakt am Montag (20.30 Uhr/Sky) beim VfL Bochum. "Das alles hat man im Pokalspiel nicht gesehen, deswegen wollen wir Elversberg vergessen machen."

Allerdings müssen die Kiezkicker dieses Vorhaben ohne einen gelernten Mittelstürmer umsetzen. Boris Taschtschy leidet unter einer Adduktorenverletzung, Neuzugang Simon Makienok hat Sprunggelenkprobleme. "Es ist natürlich ärgerlich, dass wir zwei Ausfälle auf einer Position haben. Aber wir werden das kompensieren", sagte Schultz. "Wir haben auch drei Vorbereitungsspiele ohne etatmäßigen Stürmer absolviert und das mit Tempo aufgefangen."

Flügelspieler Daniel-Kofi Kyereh könnte als Sturmspitze auflaufen. "Das ist eine Überlegung", sagte Schultz, der hofft, dass beide Mittelstürmer im Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Heidenheim wieder einsatzbereit sind. So oder so wird es in Bochum, wo er als St. Pauli-Profi "einige Siege" gefeiert hat, wie er am Sonntag berichtete, zu Umstellungen kommen. "Es wird sicherlich Veränderungen geben, aber nach einem schlechten Spiel sollte man nicht alles in Frage stellen und über den Haufen werfen."

Hoffnung macht dem Luhukay-Nachfolger eine gute Trainingswoche, in der sich seine Akteure "viel wacher auf dem Platz und viel präsenter im Gegenpressing" gezeigt hätten. Alles Dinge, die erforderlich sein werden, um in der 2. Liga nicht gleich ins Hintertreffen zu geraten.

Gerade beim VfL Bochum, der vor allem nach dem Ende der Pandemie-Auszeit eines der erfolgreichsten Teams war und deshalb als Anwärter auf einen Rang im Vorderfeld der Tabelle gilt. "Bochum hat eine sehr homogene Mannschaft, die bereits nach der Corona-Pause sehr gute Leistungen gezeigt hat", betonte Schultz, dessen Profis auch 5000 Zuschauer gegen sich haben werden. "Wir wissen, dass das ein ordentlicher Gradmesser zum Auftakt der Saison wird."

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