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Hamburg & Schleswig-Holstein Servicemitarbeiter am UKSH beginnen 48-Stunden-Warnstreik

Mit einem Demonstrationszug laufen die Servicemitarbeiter des UKSH während eines Warnstreiks um die Verwaltungsgebäude des Klinikums. Foto: Axel Heimken/dpa/Aktuell

(Foto: Axel Heimken/dpa/Aktuell)

Die Servicekräfte der Unikliniken in Kiel und Lübeck fordern mehr Geld. An beiden Standorten begannen Beschäftigte mit einem zweitägigen Warnstreik. Sie trugen ihren Unmut lautstark auf die Straße.

Kiel (dpa/lno) - Servicekräfte der Service Stern Nord (SSN) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) sind am Mittwochmorgen in einen 48 Stunden langen Warnstreik getreten. Rund 800 Mitarbeiter an den beiden Standorten Kiel und Lübeck hätten sich zum Arbeitskampf gemeldet, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Servicemitarbeiter (GDS), Steffen Beckmann. Betroffen seien unter anderem die Bereiche Hauswirtschaft, Verpflegung und Logistik.

Am Vormittag zogen nach Polizeiangaben in Kiel rund 150 Teilnehmer in einer Demonstrations am Gelände des UKSH vorbei. Mit Trillerpfeifen machten sie lautstark auf ihren Protest aufmerksam. Auf Transparenten stand unter anderem "Klatschen allein macht nicht satt" oder "Wir sind Mehrwert". Auch am Klinikstandort Lübeck beteiligten sich Servicekräfte am Vormittag an einem Demonstrationszug. Die Polizei sprach von etwa 180 Teilnehmern.

Die GDS fordert die stufenweise Annäherung der Löhne der SSN-Beschäftigten an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bis 2023.

Das UKSH reduziert aufgrund des Warnstreiks nach Angaben eines Kliniksprechers sicherheitshalber punktuell das Elektivprogramm - also Operationen, deren Zeitpunkte wählbar sind. Die Notfallversorgung sei aber auf jeden Fall gewährleistet. "Wir bitten unsere Patienten um Verständnis."

© dpa-infocom, dpa:210421-99-289956/4

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