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Hamburg & Schleswig-Holstein Sozialverband warnt wegen Corona-Pandemie: Steigende Armut

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Hamburg (dpa/lno) - Der Sozialverband Hamburg hat angesichts der Corona-Pandemie vor einer steigenden Armut in der Hansestadt gewarnt. Gleichzeitig forderte er vom rot-grünen Senat mehr Transparenz bei der Erkennung von Armut: "Wir brauchen einen jährlichen Armuts- und Reichtumsbericht, um zu verdeutlichen, wie und wo Armut in unserer Hansestadt präsent ist. Nur so können wir gezielt darangehen, Missstände zu benennen und abzuschaffen", erklärte Verbandschef Klaus Wicher am Montag in Hamburg.

Er mache sich inzwischen große Sorgen um die Kurzarbeiter und die vielen Selbstständigen, deren Existenz durch die Pandemie akut bedroht sei. "Ich befürchte, dass auf eine große Zahl von ihnen ein sozialer Abstieg zukommt." Auf all diese Entwicklungen und Veränderungen müsse die Stadt reagieren können.

Nach Angaben des Sozialverbands sind mehr als 18 Prozent aller Hamburger von Armut bedroht. Auf der anderen Seite seien 9,6 Prozent aller Hamburger Einkommensmillionäre. "Ein regelmäßiger Bericht über die soziale Lage aller Hamburger würde ein Schlaglicht auf den aktuellen Stand in unserer Stadt werfen", sagte Wicher.

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