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Hamburg & Schleswig-Holstein St.-Pauli-Präsident kritisiert Hamburger Geisterspiele

Oke Göttlich auf einer Mitgliederversammlung seines Vereins. Foto: Gregor Fischer/dpa/Archivbild

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Hamburg (dpa/lno) - Oke Göttlich, Präsident des Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli, hat die neuen coronabedingten Zuschauerbeschränkungen in Hamburg kritisiert. Man müsse fragen, "warum innerhalb von weniger als zwei Wochen Verordnungen auf den Weg gebracht werden, die mehr Fragen als Antworten liefern", sagte der 46-Jährige am Dienstag.

Der Senat der Stadt Hamburg hatte am Dienstagmittag verkündet, dass von Montag an bei Sportveranstaltungen nur noch 200 Zuschauer im Innenbereich und 1000 Zuschauer im Freien zugelassen sind. Heimspiele des FC St. Pauli und des Liga-Rivalen Hamburger SV sollen aber nur noch als Geisterspiele ohne Publikum stattfinden. Bislang waren bei Veranstaltungen nach der 2G-Regel im Freien maximal 5000 und in Hallen höchsten 2500 Zuschauer zugelassen.

Es könne nicht plausibel erklärt werden, dass zu Nicht-Profi-Sportveranstaltungen 1000 Zuschauer zugelassen werden, beklagte Göttlich. Der Pauli-Chef stellte zudem die Frage, ob das Stadtderby beim HSV am 21. Januar "auch eine überregionale Veranstaltung" sei, die der Senat nur zuschauerfrei sehen will.

"Grundsätzlich unterstützt der FC St. Pauli selbstverständlich sämtliche Maßnahmen des Gesundheitsschutzes im Rahmen der weiter grassierenden Pandemie", betonte Göttlich. Im September habe der Club beim Heimspiel gegen den FC Ingolstadt "die erste Großveranstaltung in Hamburg mit 2G-Maßnahmen umgesetzt, bevor sie zur Verordnung wurden."

© dpa-infocom, dpa:220104-99-589827/2

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