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Hamburg & Schleswig-Holstein Streit um Fluglärm: Gericht weist Klage zweier Bürger ab

Fluglärm: Ein Flugzeug befindet sich über einem Wohnhaus im Stadtteil Niendorf im Landeanflug auf den Flughafen. Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

(Foto: Daniel Bockwoldt/dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Im Streit um die Nutzung der beiden Start- und Landebahnen des Hamburger Flughafens hat das Oberverwaltungsgericht Hamburg die Klagen zweier Bürger am Mittwoch abgewiesen. Eine Bürgerinitiative gegen Fluglärm hatte gefordert, dass die Flugzeuge tagsüber grundsätzlich in Richtung Norderstedt/Quickborn starten und in den Abend- und Nachtstunden aus dieser Richtung landen sollen. Die Klage zweier Bürger aus Hamburg-Niendorf und Blankenese richtete sich nach Angaben eines Gerichtssprechers gegen die Deutsche Flugsicherung und die Stadt Hamburg als Aufsichtsbehörde des Helmut-Schmidt-Flughafens.

Zur Begründung für die Ablehnung führte das Gericht aus, "dass den Bahnbenutzungsregelungen nicht das von den Klägern angenommene quantitativ bestimmbare Regel-Ausnahme-Verhältnis in Bezug auf die Benutzung der Start- und Landebahnen entnommen werden kann." Das Oberverwaltungsgericht hat eine Revision gegen diese Entscheidung nicht zugelassen. Dagegen ist laut Gericht eine Nichtzulassungsbeschwerde möglich, über die das Bundesverwaltungsgericht entscheidet.

Die beiden Pisten des Airports bilden ein Kreuz. Während Starts und Landungen in Südwest-Nordost-Richtung vor allem die dicht bewohnten Stadtteile Niendorf und Langenhorn betreffen, ist der Bereich nördlich des Flughafens sehr viel dünner besiedelt.

Die Deutsche Flugsicherung und die Verkehrsbehörde machen geltend, dass die Start- und Landerichtung vom Einzelfall abhängig gemacht werden muss. Die wichtigsten Kriterien seien die Windrichtung, die Flugsicherheit und das Verkehrsaufkommen.

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