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Hamburg & Schleswig-Holstein Suche nach neuen Top-Sponsoren: HSV-Vermarkter optimistisch

Eine HSV-Fahne weht vor dem Volksparkstadion. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

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Hamburg (dpa/lno) - Vermarkter Hendrik Schiphorst ist zuversichtlich, dass er beim Hamburger SV den Verlust des Hauptsponsors (Emirates) und von Investor Klaus-Michael Kühne an den Namensrechten des Volksparkstadion finanziell auffangen kann. "Wir sind optimistisch, dass wir mit beiden Partnerschaften zusammen auf ein ähnliches finanzielles Volumen wie vorher kommen", sagte der für die Sportbusiness-Agentur Sportfive tätige Schiphorst dem "Hamburger Abendblatt" (Freitag).

Kühne hatte dem Fußball-Zweitligisten jährlich vier Millionen Euro, die Airline 1,4 Millionen Euro im vergangenen Jahr gezahlt. Nach dem vom HSV erneut verpassten Aufstieg in die Bundesliga hatten beide Partner ihre Verträge nicht über den 30. Juni hinaus verlängert.

Vor allem auf der Suche nach einem neuen Trikotsponsor sieht Schiphorst "eine große Chance", die HSV-Brust nach langer Zeit neu zu besetzen. "Tatsächlich gibt es durch den erstmaligen Wechsel des Hauptsponsors seit 14 Jahren finanziell für den HSV mehr Chancen als Risiken", meinte er, auch wenn Emirates über die vielen Jahre "ein toller Partner" für den hanseatischen Traditionsclub gewesen sei.

Obwohl mit HSV-Investor Kühne derzeit nachverhandelt wird, bestätigte Schiphorst "erste Gespräche" mit anderen Partnern um die Rechte am Stadionnamen. Ein Problem sei, dass man nach der Vergabe an drei Unternehmen (AOL, Imtech, HSH Nordbank) mit HSV-Fan Kühne auf den Namen Volksparkstadion zurückgesprungen sei. Dadurch werde es nicht einfacher, diesen ideellen Namen zu kommerzialisieren, betonte Schiphorst. "Das ist kommunikativ eine Herausforderung, aber auch da wird man sicherlich eine gute Lösung finden."

"Sehr wichtig" sei in diesem Zusammenhang der neue Trainer Daniel Thioune, der beim HSV die Spieler und das Team entwickeln soll, statt wie bisher mit teuren Kadern zu arbeiten. "Er steht für die neue Demut, die man beim HSV vorleben will. Er hat mit wenigen Mitteln viel erreicht", meinte Schiphorst über den vom Liga-Rivalen VfL Osnabrück geholten 45-Jährigen. "Das Schlagwort Entwicklung nimmt beim HSV ja nun eine größere Bedeutung ein. Und mit diesem Weg können sich auch die Partner des HSV sehr gut identifizieren."

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