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Hamburg & Schleswig-Holstein TV-Duell der Spitzenkandidaten zur Bürgerschaftswahl

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg, und Katharina Fegebank (Bündnis 90/Die Grünen), Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft von Hamburg, unterhalten sich während der Sitzung der Hamburgischen Bürgerschaft im Rathaus. Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild

(Foto: Daniel Reinhardt/dpa/Archivbild)

High noon im Fernsehstudio: Kurz vor der Wahl treffen Hamburgs Bürgermeister Tschentscher und seine Grünen-Herausforderin Fegebank noch einmal in einem TV-Duell aufeinander. Die Spitzenkandidaten kommen zwar auch zu Wort, aber in gesonderter Runde.

Hamburg (dpa/lno) - Fünf Tage vor der Bürgerschaftswahl in Hamburg treffen sich die Spitzenkandidaten der im Landesparlament vertretenen Parteien am Dienstag beim NDR-Fernsehen zum TV-Duell. In einem ab 18.00 Uhr live übertragenen Streitgespräch werden zunächst die Spitzenkandidaten von CDU, Linke, FDP und AfD, Marcus Weinberg, Cansu Özdemir, Anna von Treuenfels und Dirk Nockemann, antreten. Um 21.00 Uhr treffen dann Bürgermeister Peter Tschentscher von der SPD und seine Herausforderin, die Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank von den Grünen, in der Live-Sendung "Das Duell" aufeinander.

In letzten Umfragen lag die SPD mit 37 Prozent als stärkste Kraft mit deutlichem Abstand vor den Grünen, die mit 25 Prozent gehandelt wurden, wäre schon am vergangenen Sonntag gewählt worden. Die CDU wäre demnach auf 13, Die Linke auf 8, und die AfD auf 7 Prozent gekommen. Mit nur 4,5 Prozent hätte die FDP um den Wiedereinzug in die Bürgerschaft bangen müssen.

Rot-Grün würde demnach in Hamburg weiterhin über eine stabile Mehrheit verfügen, wenn auch unter veränderten Kräfteverhältnissen. Bei der Bürgerschaftswahl 2015 waren sie Sozialdemokraten noch auf 45,6 Prozent gekommen, die Grünen auf 12,3. Sowohl Tschentscher als auch Fegebank wollen mögliche andere Bündnisse nach der Wahl am Sonntag bislang nicht ausschließen, betonen aber auch, dass eine Fortsetzung von Rot-Grün eine nahe liegende Option sei.

Im Vorfeld des TV-Duells hatte die CDU die Entscheidung des Norddeutschen Rundfunks kritisiert, die Oppositionskandidaten getrennt von denen der rot-grünen Regierungsparteien diskutieren zu lassen. Damit träfen im Duell zwei regierende Koalitionspartner aufeinander, "um den Wählerinnen und Wählern zu erzählen, was sie in den vergangenen fünf Jahren gemeinsam gerade nicht erreicht haben und warum es in Zukunft besser werden wird", meinte der CDU-Landesvorsitzende Heintze.

Der NDR hatte die Auswahl damit begründet, dass sich mit Tschentscher und Fegebank die beiden aussichtsreichsten Kandidaten im Duell gegenüberstünden. Ob es sich dabei um aktuelle Koalitionspartner handele, sei für dieses Format zweitrangig.

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