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Hamburg & Schleswig-Holstein Tagesrekord: Fast 20 000 Hamburger am Mittwoch geimpft

Eine Mitarbeiterin des Impfteams überprüft eine Spritze. Foto: Thomas Frey/dpa Pool/dpa/Symbolbild/Archivbild

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Hamburg (dpa/lno) - Fast 20 000 Menschen sind am Mittwoch in Hamburg gegen das Coronavirus geimpft worden. Die Rekordzahl erklärten Kassenärztliche Vereinigung und Gesundheitsbehörde mit der gestiegenen Bedeutung der Arztpraxen. Die niedergelassenen Mediziner hätten am Mittwoch knapp 12 000 Hamburger geimpft, teilte die Ärztevereinigung am Donnerstag mit. Im Impfzentrum, von mobilen Teams und in Krankenhäusern wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörde weitere 7922 Spritzen verabreicht.

Gut 120 000 Menschen hätten in den vergangenen vier Wochen eine Corona-Impfung in den rund 1000 Hamburger Praxen bekommen, erklärte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg, Walter Plassmann. "Dies belegt, wie leistungsstark das ambulante System ist." Plassmann fügte hinzu: "Dass es nicht noch mehr geworden sind, liegt allein am fehlenden Impfstoff."

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) haben bis einschließlich Mittwoch 563 861 Hamburger eine Erst- und 142 160 von ihnen auch schone eine Zweitimpfung bekommen. Die Hansestadt hat knapp 1,9 Millionen Einwohner.

Die Ärztevereinigung forderte, die Priorisierung der Impfberechtigten bei Astrazeneca aufzuheben. "Die Ärzte verbringen aktuell viel zu viel Zeit damit, skeptische Patienten von dem Impfstoff zu überzeugen", hieß es. Über das Thema wollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Donnerstag beraten. Der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, sagte: "Wir gehen davon aus, dass ein solcher Beschluss gefasst wird."

Die Behörde appellierte an die Bürger, gebuchte Impftermine nicht einfach verfallen zu lassen. Wer einen Termin nicht wahrnehmen wolle oder könne, solle ihn stornieren. Am Donnerstagvormittag seien rund 400 von 900 Terminen im Impfzentrum geplatzt, sagte Helfrich. Das sei eine einmalig hohe Zahl. Die Gründe dafür seien unbekannt. "Wenn viele Termine platzen, dann lähmt das das Impftempo", warnte der Sprecher.

© dpa-infocom, dpa:210506-99-494224/2

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