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Hamburg & Schleswig-Holstein Tarifverhandlungen im Groß- und Außenhandel erneut vertagt

Ein Angestellter trägt eine Mütze mit dem Verdi-Logo. Foto: Christophe Gateau/dpa/Symbolbild

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Hamburg (dpa/lno) - Auch die vierte Verhandlungsrunde für die rund 60.000 Beschäftigten im Hamburger Groß- und Außenhandel hat am Montag kein Ergebnis erbracht. Ein neues Angebot der Arbeitgeber sei von der Gewerkschaft Verdi als zu niedrig abgelehnt worden, sagte eine Gewerkschaftssprecherin. Die Verhandlungen sollen am 22. Oktober fortgesetzt werden.

Die Gewerkschaft fordert für ihre Mitglieder eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeber haben eine Erhöhung um zwei Prozent ab dem 1. Dezember 2021 und eine weitere Erhöhung um zwei Prozent ab dem 1. August 2022 vorgeschlagen. Die Laufzeit soll nach Vorstellung des Unternehmensverbandes AGA 24 Monate betragen.

Jetzt sei es an Verdi, einen Schritt auf die Arbeitgeber zuzugehen, sagte AGA-Verhandlungsführer Michael Fink. Die Verdi-Verhandlungsführerin Heike Lattekamp sagte dagegen, dieses Angebot der Arbeitgeber sei nicht verhandelbar. Es gleiche die aktuell prognostizierten Preissteigerungen in diesem und im nächsten Jahr bei weitem nicht aus, sagte Lattekamp. Zehn Nullmonate, in denen es keine Erhöhung geben solle, sei keine Basis für ernsthafte und zielführende Verhandlungen, sagte sie.

© dpa-infocom, dpa:210927-99-384187/3

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