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Hamburg & Schleswig-Holstein Tod Jugendlicher durch Stromschlag: Ermittlungen beendet

Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa

(Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa)

Itzehoe (dpa/lno) - Im Fall der beiden durch einen Stromschlag getöteten Jugendlichen hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe die Ermittlungen bereits zwei Tage nach dem Unfall eingestellt. Es gebe keinerlei Hinweise auf Fremdverschulden oder eine Verletzung von Aufsichtspflichten, sagte Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Es sei ein tragischer Unfall gewesen. Ob die Jugendlichen Drogen oder Alkohol konsumiert hatten, wurde nicht geklärt. Die Opfer wurden nicht obduziert.

Die beiden männlichen Jugendlichen im Alter von 16 und 17 Jahren aus dem Bereich Itzheoe waren am späten Samstagabend im Bahnhof der Stadt auf einen dort abgestellten Kesselwagen geklettert. Der Strom war daraufhin von der Oberleitung auf sie übergesprungen. Die beiden Jugendlichen gehörten zu einer Gruppe von vier Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren. Die beiden anderen Jugendlichen wurden ärztlich betreut. Einer von ihnen erlitt eine Verbrennung an der Hand, der andere kam mit einem Schock davon.

Laut Bundespolizei kann es zu Stromschlägen kommen, auch wenn man die Oberleitung nicht berührt. Bereits wenn man der Leitung mit 15 000 Volt näher als 1,50 Meter kommt, kann der Strom auf den Körper überspringen. Am Kesselwagen sind laut Staatsanwaltschaft Warnschilder angebracht, dass ein Heraufklettern Lebensgefahr bedeute. Und ein Betreten von Gleisanlagen sei ohnehin verboten.

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