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Hamburg & Schleswig-Holstein Touré fordert Stärkung der Pflege durch Bund und Länder

Aminata Toure (Bündnis 90/Die Grünen), Sozialministerin in Schleswig-Holstein, lächelt.

(Foto: Georg Wendt/dpa)

Kiel (dpa/lno) - Schleswig-Holsteins Sozialministerin Aminata Touré hat im Vorfeld der am Mittwoch beginnenden Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) eine deutliche Stärkung der Pflege durch Bund und Länder gefordert. "Der Bund muss die Pflege endlich zu einem Top-Thema machen", sagte die Grünen-Politikerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Personalsituation sei äußerst angespannt und viele Pflegebedürftige sowie Angehörige stünden aufgrund der Tarifanpassungen und der Inflation vor enormen finanziellen Belastungen. "Diese Herausforderungen muss der Bundesgesundheitsminister endlich ernst nehmen und der Pflege die dringend notwendige Aufmerksamkeit schenken." Die Ministerin kündigte an, sich bei der ASMK im saarländischen Perl gemeinsam mit ihren Kollegen und Kolleginnen verstärkt für die verschiedenen Hausforderungen in der Pflege einsetzen zu wollen.

Außerdem forderte Touré von der Bundesregierung, den Gewaltschutz für pflegebedürftige Menschen stärker in den Blick zu nehmen. Dazu habe Schleswig-Holstein gemeinsam mit Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen einen Antrag eingebracht. Die Bundesregierung soll demnach prüfen, welche Anpassungen im bestehenden Pflegesystem vorzunehmen sind, um für das Wahrnehmen und Erkennen von Gewalt zu sensibilisieren, Hilfe für Opfer anzubieten und Gewalt zu verhindern. "Gerade während der Corona-Pandemie ist noch einmal deutlicher geworden, dass gerade pflegebedürftige Menschen auf unseren besonderen Schutz angewiesen sind", sagte Touré. "Dazu gehört auch der Schutz vor Gewalt, die die Pflegebedürftigen selbst, aber auch die pflegenden Angehörigen oder die Fachkräfte betreffen kann."

Quelle: dpa

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