Regionalnachrichten

Hamburg & Schleswig-Holstein Tschentscher baut auf Vernunft verreisender Hamburger

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister in Hamburg, spricht im Rathaus. Foto: Christian Charisius/dpa

(Foto: Christian Charisius/dpa)

Eine zweite Corona-Welle wird um ein Vielfaches schlimmer als die erste, warnt Hamburgs Bürgermeister Tschentscher. Gerade in der Reisezeit gelte es, vorsichtig zu sein. Er selbst ist in Sachen Urlaub noch unentschlossen.

Hamburg (dpa/lno) - Bürgermeister Peter Tschentscher baut in Corona-Zeiten auf die Vernunft der in den Urlaub fahrenden Hamburgerinnen und Hamburger. Anders als noch in den Frühjahrsferien im März wüssten nun alle, "dass es jetzt darauf ankommt, dass niedrige Infektionsrisiko zu halten", sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Nach der Devise "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt" sind wir jetzt in einer besseren Lage. Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger - da bin ich sicher – wird sich so verhalten, dass sie die Risiken meiden."

Er selbst plane, in den Sommerferien für drei Wochen zu verreisen. "Aber unser Reiseziel steht noch nicht fest. Wir machen es abhängig von den aktuellen Empfehlungen und Bedingungen", sagte Tschentscher. "Vielleicht bleiben wir zum ersten Mal in Deutschland. Es gibt bei uns ja auch wunderschöne Gegenden, zum Beispiel an der Mosel." Sonst sei er immer Richtung Österreich unterwegs gewesen.

Die Corona-Pandemie müsse bei Reiseplanungen immer mitbedacht werden. "Das heißt, man sollte jetzt nicht in Länder reisen, in denen es ein höheres Infektionsrisiko gibt. Und wenn man es tut, sollte man besonders auf das Verhalten achten und die Quarantänezeit gleich mit einkalkulieren", sagte der Bürgermeister.

Zugleich warnte er vor einer zweiten Corona-Welle. "Eine zweite Welle wäre ein großes Unglück, nicht nur wegen der psychologischen und der sozialen Folgen, sondern auch weil wir die wirtschaftlichen Folgen kaum verkraften würden." Sie wäre um ein Vielfaches schlimmer, "denn viele Branchen, viele Unternehmen wurden von der ersten Welle schwer getroffen", sagte Tschentscher. "Ein zweiter Treffer würde sie in dieser geschwächten Position noch stärker schädigen."

Newsticker