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Hamburg & Schleswig-Holstein Tschentscher will zunächst mit Grünen sondieren

Der SPD-Spitzenkandidat und Erste Bürgermeister in Hamburg, Peter Tschentscher. Foto: Axel Heimken/dpa

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Hamburg (dpa/lno) - Für Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) ist eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition naheliegend. "Wir haben immer gesagt, dass Rot-Grün die naheliegende Option ist - das gilt auch jetzt. Wir werden als erstes auch mit den Grünen sprechen, sondieren", sagte Tschentscher am Sonntagabend im ZDF. Rot-Grün habe erfolgreiche Arbeit gemacht.

Die Grünen-Bürgermeisterkandidatin Katharina Fegebank sprach sich ebenfalls für eine Fortführung der Zusammenarbeit aus. "Wir haben eine sehr erfolgreiche Koalition gehabt die letzten fünf Jahre. Und ich sehe nicht, warum das nicht wieder funktionieren sollte mit einem deutlich stärkeren Votum für die Grünen", sagte Fegebank. Sie begreife das Ergebnis als klaren Wählerauftrag: "Weiter Rot-Grün, mit starken Grünen in der Regierung."

Für die CDU, mit der die SPD theoretisch auch regieren könnte, sagte Spitzenkandidat Marcus Weinberg, dass die Partei eine Zusammenarbeit mit der SPD nicht ausschließe: "Wir stehen bereit zu Gesprächen."

Die Sozialdemokraten kommen nach einer ersten Hochrechnung der ARD auf 37,6 Prozent der Stimmen. Die Grünen können ihr Ergebnis demnach auf 25,4 Prozent mehr als verdoppeln. Die CDU stürzt auf 11,4 Prozent, das ist ihr bundesweit schlechtestes Landtagswahlergebnis seit fast 70 Jahren. Die AfD muss mit 4,7 Prozent, die FDP mit 5,0 Prozent um den Wiedereinzug in die Bürgerschaft bangen.

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